Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Juri Rytcheu

Die Reise der Anna Odinzewa

Roman

Cover: Die Reise der Anna Odinzewa

Unionsverlag, Zürich 2000
ISBN-10 3293002714
ISBN-13 9783293002715
Gebunden, 304 Seiten, 19,94 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen von Charotte und Leonhard Kossuth. Am Morgen des 21. Februars 1947 geht Anna Odinzowa, Ethnografin aus Leningrad, im kleinen Hafen von Uelen an Land. Sie ist am Ziel ihrer Träume: Seit Jahren hat sie die tschuktschische Sprache und Kultur studiert. Jetzt will sie aus nächster Nähe das unerforschte Leben der Nomaden in der Tundra kennenlernen. Tiefer als alle Ethnografen zuvor will sie sich mit dem Volk verbinden, das ihr Forschungsgegenstand ist. Sie vermählt sich mit Tanat, dem Sohn des letzten Schamanen, und zieht mit seiner Sippe in die Tundra. Aus Angst vor der Kollektivierung flieht die Familie mit ihrer tausendköpfigen Rentierherde in die entlegensten Gebiete. Als die Katastrophe über das Lager hereinzubrechen droht, macht der alte Rinto die Frau mit den stahlblauen Augen zu seiner Nachfolgerin. Er weiht sie ein in die bedrohten Künste und Geheimnisse der Schamanen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2000

Mit viel Sympathie bespricht Birgit Veit den Roman des Tschuktschen Juri Rytcheu, der mittlerweile in St. Petersburg lebt und russisch schreibt. Nebenbei klärt uns Veit darüber auf, dass die Tschuktschen bei den Russen, wie bei uns die Ostfriesen, als Witzfiguren herhalten müssen; in Wirklichkeit sind sie ein kleines 12.000 Menschen umfassenden Volk, das im Nordosten Sibiriens lebt. Früher waren sie Nomaden, bis die Zwangskollektivierung Stalins zuschlug. Veit teilt den Roman in drei Ebenen: eine ethnographische, die von der Rezensentin in den wärmsten Tönen gepriesen wird; eine historische, die recht informativ dieses düstere Kapitel der Stalinzeit schildere; und eine psychologische, die Veit völlig trivial und konventionell findet. Was aber die Schilderung der Landschaft und der Bräuche dieses Volkes angeht, so führt aber kein Weg an diesem Buch vorbei, schwärmt die Rezensentin.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren