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Klappentext
Bilder sind keine unschuldigen Illustrationen, sie wirken buchstäblich an der allmählichen Verfertigung der Gedanken mit. In ihrer Studie untersucht Julia Voss die Rolle der Bilder bei der Entstehung der Evolutionstheorie: von den berühmten Galapagosfinken, dem Evolutionsdiagramm, dem Argusfasan bis hin zum lachenden Affen. Sie zeigt spannend und anschaulich, wie Darwin mit dem Auge denkt und wie Bilder und Evolutionstheorie aufs Engste zusammenhängen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.08.2007
Burkhard Müller zeigt sich gefesselt von Julia Voss' Studie zu den Bildern, die Darwins Evolutionstheorie begleitet und verbreitet haben, und äußert die Vermutung, dass sich Darwins Theorie niemals so tief ins kollektive Gedächtnis eingegraben hätte, wäre sie nicht von wirkmächtigen Illustrationen begleitet gewesen. Nur vier Bilderreihen untersucht Voss in ihrem Buch, doch die erweisen sich als so ergiebig, dass der Raum von 300 Seiten gerade ausreicht um ihren Ursprüngen, Entwicklungen und Querverbindungen zu anderen Bildern adäquat nachzugehen, so der Rezensent fasziniert. Besonders interessant findet er das zweite Kapitel, in dem die Autorin der Darstellung der Koralle, die für Darwin zum Modell seiner Evolutionstheorie wurde, untersucht. Indem sie sich daneben auch auf ökonomische und gesellschaftliche Hintergründe konzentriere, könne Voss überzeugend demonstrieren, wie sich Darwin in der Auseinandersetzung mit seinem aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammenden Zeichner John Gould und seinem aristokratischen Widersacher Herzog von Argyll eingezwängt sah, und es gelinge ihr dadurch, Aufschlussreiches über die "soziologische Verortung" der Evolutionstheorie zu vermitteln. Insgesamt ein sehr erhellendes und dabei angenehm zu lesendes Buch, lobt Müller abschließend.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.07.2007
Helmut Mayer ist schlichtweg begeistert von Julia Voss' Studie über die Bilder, mit denen Charles Darwin seine Evolutionstheorie entwickelte und untermauerte. Die Kunst- und Wissenschaftshistorikerin kann Darwin große Sorgfalt und Vorsicht in der Entwicklung von Darstellungen attestieren und zeigt, wie aufmerksam es der Forscher beispielsweise vermied, seine Evolutionstheorie in einem gefällig symmetrischen Stammbaum zu stilisieren. Interessant findet Rezensent Mayer auch, wie Voss die Bilderauswahl bewertet, die Darwin für seinen Vergleich der mimischen Besonderheiten bei Mensch und Tier heranzog. Und ganz nebenbei, lobt Mayer weiter, erfahre der Leser dieser Studie auch noch viel über die Entwicklung der Evolutionstheorie und ihre Etablierung im allgemeinen Bewusstsein.
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