Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jürgen Grässlin

Ferdinand Piech

Techniker der Macht

Cover: Ferdinand Piech

Droemer Knaur Verlag, München 2000
ISBN-10 3426271826
ISBN-13 9783426271827
Gebunden, 400 Seiten, 22,96 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2000

Schon sein fulminanter Einstieg mit Nietzsche zeigt, dass Rezensent Jörg Ulrich von dem Buch einiges erwartet hat - aber ach, umsonst! Schon Aufmachung und Aufbau seien ein Ärgernis. Nirgends ein zusammenhängender Text, alles nur Fragmente, beschwert er sich, die "durch kleingedruckte VW-Käfer" voneinander abgegrenzt seien. Es gebe zuviele Zahlen und schlecht geschrieben sei es auch noch. Mehr Verriss geht wohl nicht.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.07.2000

Karl-Heinz Brüggemann lobt dieses Buch am Ende seiner Rezension als "handwerklich saubere Darstellung von Fakten", das interessante Einblicke in die Welt des Top-Managers ermögliche. Allerdings versäumt er es nicht, darauf hinzuweisen, dass Piech sich stets geweigert hat, mit seinem Biografen zusammenzuarbeiten. Und so stammen die Informationen, die Grässlin hier zusammengetragen hat, alle aus zweiter Hand - vorwiegend aus Archiven oder aus zahlreichen Gesprächen mit Dritten. Persönliches taucht deswegen in dieser Biografie kaum auf, wie der Rezensent feststellt. Auch wirkliche Neuigkeiten sind seiner Ansicht nach dünn gesät. Piech wird hier - wie der Leser erfährt - vor allem als eiskalter Macht-Mensch gezeigt, der ungern debattiert und selbst Gerhard Schröder gezeigt habe, `wer in der Republik das Sagen hat`. VW-Sprecher Klaus Kocks hat, wie Brüggemann zitiert, bereits ein Urteil über diese Biografie verlauten lassen: `von durchgehender Niedertracht` ist dieses Porträt, findet er und glaubt nicht, dass Ferdinand Piech dieses Buch überhaupt lesen wird.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren