Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Juan Minana

Nachrichten aus der wirklichen Welt

Roman

Cover: Nachrichten aus der wirklichen Welt

Berlin Verlag, Berlin 2001
ISBN-10 3827003601
ISBN-13 9783827003607
Gebunden, 220 Seiten, 18,41 EUR

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Klappentext

Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen. Barcelona 1963: Der amerikanische Regisseur Samuel Bronston dreht den Film Circus World. Mit von der Partie Claudia Cardinale, Rita Hayworth und John Wayne sowie, als Produktionsassistenten, sprich Brötchenholer und Requisitenbeschaffer, die beiden jungen Spanier Gabriel und Teddy. An einem Tag, für den aufwendige Außenaufnahmen angesetzt sind, ist John Wayne urplötzlich verschwunden. Gegen das Versprechen des Regisseurs Bronston, sie als Belohnung für das Auffinden Waynes nach Hollywood mitzunehmen, machen sich die beiden jugendlichen Helden auf die Suche nach dem alternden Star. Doch als mindestens so aufregend wie die Jagd nach John Wayne erweist sich die Entdeckung der Stadt Barcelona ...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.09.2001

Dies Buch liest sich in zweifacher Hinsicht interessant, behauptet Marion Löhndorf: einmal als Hommage an Hollywood und John Wayne, zum anderen als Chronik der 70er Jahre im francistischen Spanien, die ebenso unwirklich erscheinen würde wie die realen Filmstars. Wobei Löhndorf beim Thema des Buches ist, das - für ihren Geschmack etwas überdeutlich - das Thema Sein und Schein, Projektion und Identifikation behandelt, dieses jedoch trotz seines gelegentlich sichtbaren Zeigefingers mit viel Leichtigkeit und Charme tut. Ob die Geschichte wirklich authentisch ist, weiß die Rezensentin nicht: Im Oktober 1963 treffen sich John Wayne, Rita Hayworth und Claudia Cardinale in Barcelona zu Dreharbeiten, während dieser John Wayne verschwindet und damit ex negativo zum Helden des Buches avanciert, wie Löhndorf erklärt. Man erfahre Wissenswertes über diesen damals schon fast unzeitgemäß wirkenden Filmschauspieler, der mithilfe des ihn bewundernden Autors begreift, zumindest unterstellt ihm dies Löhndorf, dass die Zeit des klassischen Helden vorbei ist.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2001

Ganz schön, aber wohl nicht wirklich bedeutend findet Rezensent Friedmar Apel dieses Buch. Was möglicherweise dem Umstand geschuldet ist, dass sein Autor "die Begeisterung für Hollywoods Filme mit ihren Mythen und Anekdoten" mühelos mit der Lektüre der Cahiers du Cinéma verbinden kann. Eine wichtige Frage, die das Buch bewegt, gibt der Rezensent an seine Leser weiter: "War Marion Michael Morrison alias John Wayne wirklich ein Schauspieler, oder spielte er immer nur sich selbst?" Diese Frage wird dann mit Blick auf Monument Valley verhandelt und auf die Bedingungen der Francistischen Diktatur, die sozusagen reale Kulisse für den Hollywood Film "Circus World" war. Zu Apels Freude erweisen sich dann auch die "John Wayne Fragen" schließlich "in raffinierter erzählerischer Verschränkung" als Fragen nach dem "Realitätsgehalt von Zeichen" und dem Verhältnis von Wirklichkeit und Erinnerung. Gefreut hat sich der Rezensent auch über den "ironischen und angenehm flapsigen Ton" der Übersetzung von Willi Zurbrüggen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren