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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen. Barcelona 1963: Der amerikanische Regisseur Samuel Bronston dreht den Film Circus World. Mit von der Partie Claudia Cardinale, Rita Hayworth und John Wayne sowie, als Produktionsassistenten, sprich Brötchenholer und Requisitenbeschaffer, die beiden jungen Spanier Gabriel und Teddy. An einem Tag, für den aufwendige Außenaufnahmen angesetzt sind, ist John Wayne urplötzlich verschwunden. Gegen das Versprechen des Regisseurs Bronston, sie als Belohnung für das Auffinden Waynes nach Hollywood mitzunehmen, machen sich die beiden jugendlichen Helden auf die Suche nach dem alternden Star. Doch als mindestens so aufregend wie die Jagd nach John Wayne erweist sich die Entdeckung der Stadt Barcelona ...
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.09.2001
Dies Buch liest sich in zweifacher Hinsicht interessant, behauptet Marion Löhndorf: einmal als Hommage an Hollywood und John Wayne, zum anderen als Chronik der 70er Jahre im francistischen Spanien, die ebenso unwirklich erscheinen würde wie die realen Filmstars. Wobei Löhndorf beim Thema des Buches ist, das - für ihren Geschmack etwas überdeutlich - das Thema Sein und Schein, Projektion und Identifikation behandelt, dieses jedoch trotz seines gelegentlich sichtbaren Zeigefingers mit viel Leichtigkeit und Charme tut. Ob die Geschichte wirklich authentisch ist, weiß die Rezensentin nicht: Im Oktober 1963 treffen sich John Wayne, Rita Hayworth und Claudia Cardinale in Barcelona zu Dreharbeiten, während dieser John Wayne verschwindet und damit ex negativo zum Helden des Buches avanciert, wie Löhndorf erklärt. Man erfahre Wissenswertes über diesen damals schon fast unzeitgemäß wirkenden Filmschauspieler, der mithilfe des ihn bewundernden Autors begreift, zumindest unterstellt ihm dies Löhndorf, dass die Zeit des klassischen Helden vorbei ist.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2001
Ganz schön, aber wohl nicht wirklich bedeutend findet Rezensent Friedmar Apel dieses Buch. Was möglicherweise dem Umstand geschuldet ist, dass sein Autor "die Begeisterung für Hollywoods Filme mit ihren Mythen und Anekdoten" mühelos mit der Lektüre der Cahiers du Cinéma verbinden kann. Eine wichtige Frage, die das Buch bewegt, gibt der Rezensent an seine Leser weiter: "War Marion Michael Morrison alias John Wayne wirklich ein Schauspieler, oder spielte er immer nur sich selbst?" Diese Frage wird dann mit Blick auf Monument Valley verhandelt und auf die Bedingungen der Francistischen Diktatur, die sozusagen reale Kulisse für den Hollywood Film "Circus World" war. Zu Apels Freude erweisen sich dann auch die "John Wayne Fragen" schließlich "in raffinierter erzählerischer Verschränkung" als Fragen nach dem "Realitätsgehalt von Zeichen" und dem Verhältnis von Wirklichkeit und Erinnerung. Gefreut hat sich der Rezensent auch über den "ironischen und angenehm flapsigen Ton" der Übersetzung von Willi Zurbrüggen.
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