Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Preis auf Anfrage. Der erste Teil des Werks ist den ereignisgeschichtlichen Zusammenhängen gewidmet. Zunächst stellt der Autor in einem Überblickskapitel die Entstehung und Entwicklung des Bankenplatzes Schweiz von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart dar. Vor diesem Hintergrund zeichnet er sodann die Geschichte der SKA von ihren Anfängen als Zürcher Handels- und Industriebank bis zur 1997 geschaffenen Credit Suisse Group nach. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Verhalten der CSG-Banken im Zweiten Weltkrieg. Der zweite Teil betrachtet die drei strategischen Pfeiler, die den Weg der SKA seit Mitte der 1970er Jahre markieren und die den Orientierungshorizont der Credit Suisse Group bilden: den Stammmarkt Schweiz, das globale Investment Banking und die Allfinanz. Der dritte Teil schließlich widmet sich dem Paradigmenwechsel, der nach dem Fall Chiasso 1977 aus der konservativen und elitären Zürcher Bank die dynamische, international ausgerichtete Universalbank schuf.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2000
Konrad Mrusek erläutert zunächst, dass dieses Buch das Ergebnis einer historischen Aufarbeitung der Geschichte des Bankhauses ist, zu der nicht zuletzt die Vorwürfe jüdischer Organisationen den Anstoß gegeben haben, die Schweizer Banken hätten sich an ihrem Vermögen bereichert. Und obwohl "manche Passagen des Buches fast einer Werbeschrift gleichen", so wird an anderen Stellen durchaus deutlich, inwiefern die Bank beispielsweise an der "`Arisierung` von Unternehmen in Deutschland" beteiligt war oder auch geraubte Güter erworben hat, so Mrusek. Der Rezensent betont allerdings, dass die Schweizer Banken in der Zeit des Zweiten Weltkriegs nicht nur profitiert haben, sondern auch Verluste hinnehmen mussten, so zum Beispiel bei der "Rückführung von Auslands-Guthaben". Insgesamt gefällt dem Rezensenten, dass Jung darüber hinaus einen Überblick über die Geschichte der Schweizer Banken liefert und dabei mit so manchem Mythos aufräumt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "bb." lobt hier ein Buch des Verlags der eigenen Zeitung, ohne eigens darauf hinzuweisen. Immerhin macht er in seiner Besprechung glaubhaft, dass es sich hier um ein voluminöses Buch über eine sehr bewegte Firmengeschichte handelt. Als Anlass für das Buch nennt er den Auftrag der Bank an den Buch-Autor, ein Gutachten zu ihrer Politik im Zweiten Weltkrieg zu erstellen. Diese Phase wird in dem Buch aber nur "auf einem guten Dutzend Seiten" abgehandelt, die die "Gratwanderung zwischen Anpassung und Kundenschutz" skizzierten. Größere Teile des Buchs sind den späteren Phasen der Bankgeschichte gewidmet, in denen die Wechselfälle, Skandale und Neuorientierungen des Hauses geschildert werden.
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