Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Joseph Boyden

Der lange Weg

Roman

Cover: Der lange Weg

Albrecht Knaus Verlag, München 2006
ISBN-10 3813502708
ISBN-13 9783813502701
Gebunden, 446 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Bettina Münch und Kathrin Razum. Zwei junge Cree-Indianer verlassen ihre Heimat in Nordkanada und ziehen aus Abenteuerlust in den Ersten Weltkrieg. In den Schützengräben Flanderns erleben sie den Zusammenprall zwischen der Kultur ihrer Ahnen und der zerstörerischen Welt der Weißen, eine Erfahrung, die beide Männer für immer verändert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.11.2006

Mit hohem Lob bedenkt Rezensent Uwe Pralle diesen Roman von Joseph Boyden. Er liest die Geschichte über zwei junge Cree-Indianer aus Nordkanada, die als Teil des kanadischen Expeditionskorps freiwillig in den Ersten Weltkrieg zogen, als eine faszinierende Parabel über das Verhältnis archaischer und moderner Zivilisationen zum Jagen und Töten. Dabei kann Boydens Schilderung der Grauen des Kriegs seines Erachtens locker mit den "literarisch prägnantesten Darstellungen", wie Ernst Jüngers Aufzeichnungen, mithalten, ohne dass es sich dabei um Dokumentarliteratur handelte. Beeindruckt hat Pralle auch die erzählerische Könnerschaft des indianischstämmigen Autors. Neben einer "nuancierten" Sprache und einem Gespür für erzählerische Rhythmen hebt er in diesem Zusammenhang Boydens Neugier hervor, "die Welt seiner Vorfahren in ihrem geradezu surreal wirkenden Spannungsverhältnis zum oft als 'Ur-Katastrophe' bezeichneten Ersten Weltkrieg zu erkunden". Das Resümee des Rezensenten: ein "atemberaubender" Debütroman.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2006

Arnd Rühle kann wunderbar nacherzählen. Den Plot dieses Debütromans von Joseph Boyden könnte der Autor selbst sicher nicht besser wiedergeben. Was die Geschichte um die Entfremdung eines Indianers von seiner Kultur im Krieg der Weißen und seine anschließende Heilung durch die Tradition leistet, vermittelt die Besprechung auch: Den Indianern Respekt zollend, lässt uns Rühle wissen, mache sie dem Leser ihr Schicksal präsent "wie in einem Film". Beim Rezensenten löst das Trauer aus über eine verlorene Kultur.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren