Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Joris van Parys

Masereel

Eine Biografie

Cover: Masereel

Edition 8, Zürich 1999
ISBN-10 3859900013
ISBN-13 9783859900011
gebunden, 448 Seiten, 31,70 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Siegfried Theissen. Mit 124 s/w und 8 vierfarbigen Bildern. Das Interesse an der Ausstellung des flämischen Grafikers und Malers Frans Masereel (1889-1972) 1997 in Mannheim hat gezeigt, dass sein Werk auch ein junges Publikum anspricht. Nicht einmal in seiner belgischen Heimat war und ist das Werk so bekannt wie im deutschsprachigen Raum. Die Biografie Masereels schildert auch 80 Jahre europäischer Kulturgeschichte: Flandern um die Jahrhundertwende, Genf und die internationalistischen Pazifistenkreise während des Ersten Weltkriegs, Berlin und Paris in den zwanziger Jahren, Moskau in den dreissiger Jahren, das besetzte Frankreich während des Zweiten Weltkriegs sowie die Nachkriegsverhältnisse in Deutschland. Der Autor rekonstruiert zum ersten Mal ein vollständiges Bild des Menschen und Künstlers Frans Masereel und seiner Freundschaften mit Romain Rolland, Stefan Zweig, Henry Van de Velde, Thomas Mann und anderen. Unveröffentlichte Fotos und noch nirgendwo sonst abgedruckte Werke Frans Masereels illustrieren das Buch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2000

Andreas Platthaus begrüßt ausdrücklich das Erscheinen einer Biografie über den heute fast vergessenen belgischen Zeichner und Illustrator Frans Masereel, der 1918 mit seinen Bildgeschichten für "La Feuille" berühmt geworden war. Anerkennend beschreibt Platthaus, wie der Autor im ersten Teil des Buchs ein "Porträt des zweisprachigen Belgiens" der Jahrhundertwende erstehen läßt, während er gleichzeitig mit einigen Selbststilisierungen Masereels aufräumt: Masereel hatte sich offenbar gern als einsamen Autodidakten dargestellt. Tatsächlich hatte er jedoch die Kunstakademie besucht und zahllose Bewunderer und Freunde zu denen Thomas Mann, Romain Rolland, Stefan Zweig, Carl Sternheim und Picasso gehörten. Nur eine zarte Kritik bringt Platthaus an: van Parys versuche "auf rührende Weise" Masereels unkritische Bewunderung für den Kommunismus zu entschärfen. Damit tue er "des Guten zuviel", meint Platthaus. Auch nach einer Reise in die Sowjetunion 1935 habe Masereel, der in seinem Land als überzeugter Pazifist im Ersten Weltkrieg den Wehrdienst verweigert hatte, nie eine Kritik an Stalin geäußert.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren