Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

John Cowper Powys

Der Strand von Weymouth

Roman

Cover: Der Strand von Weymouth

Carl Hanser Verlag, München 1999
ISBN-10 3446197761
ISBN-13 9783446197763
gebunden, 597 Seiten, 34,77 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Melanie Walz. John Cowper Powys, der Einzelgänger der europäischen Moderne, verwebt die Schicksale von Vereinsamten und Verstörten, von Besessenen, Tyrannen und Geistersehern zu einem Roman der Leidenschaften, Obsessionen, des Wahns und der Erlösungssehnsucht.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.05.2000

Eine jener Besprechungen, in der man entschieden mehr über den Rezensenten, hier Rolf Vollmann, erfährt als über das Buch. Am Anfang seines Lektüreberichts steht der Umweg über Hanns Henny Jahnn, dessen dreibändiges Werk "Fluss ohne Ufer" Vollmann in Frankreich gelesen hat, weil Jahnn den englischen Schriftsteller Powys so gelobt hat. Auf der Suche nach Ähnlichem oder doch Vergleichbarem zwischen den beiden Schriftstellern findet Vollmann außer der Liebe zu Kühen und Pferden nicht viel, das ganze sei wohl ein Missverständnis Jahnns gewesen. Powys Romangestalten, vor allem in "Glastonbury Romance", aber auch im vorliegenden "Strand von Weymouth", sind ihm lieber als Jahnns, weil sie nicht nur Elemente des Autors enthalten, sondern selbst im Schreiben zu Personen geworden sind, die ihre Geschichten vom Autor verlangen. Das "verwirrende Beziehungsgeflecht", in das sie sich verstricken, ist zusätzlich angereichert mit "vielen andren Geschichten", von denen Vollmann schnell auch noch einige nacherzählt. Über Powys erfährt man, dass er sich natürlich nicht auf Jahnn, sondern vor allem auf Thomas Hardy bezogen hat, der seine Romane in derselben englischen Landschaft ansiedelte wie später Powy. Nach einem längeren Zitat aus der eigentlich zu besprechenden Neuausgabe von "Der Strand von Weymouth", das Powys in Amerika schrieb, kommt dann endlich ein Wort zum Buch im engeren Sinne; es ist "fast ganz in diesem wie verhalten pathetisch schwingenden Stil geschrieben, noch im Kleinsten mit dieser wunderbar großen Gebärde, als gehe es immer um alles und kreise selbst um die Ärmsten das ganze All."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren