Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Johannes Türk

Die Immunität der Literatur

Cover: Die Immunität der Literatur

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011
ISBN-10 3100393317
ISBN-13 9783100393319
Gebunden, 375 Seiten, 22,95 EUR

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Klappentext

Literatur als Strategie der Immunisierung: Immunität ist in den letzten Jahren zu einem Leitbegriff geworden. Johannes Türk nimmt ihn auf und macht ihn für die Literatur- und Kulturwissenschaft fruchtbar: Literatur und Immunität hängen eng zusammen, so seine These, ja man kann sogar behaupten, dass Literatur den Menschen immun macht gegenüber den Zumutungen des Lebens. So deutet Türk z.B. die Funktion der Tragödie bei Aristoteles und Schiller ebenso wie die Form des Bildungsromans. Das Buch folgt der Entdeckungsgeschichte der medizinischen Immunität seit der Antike und verbindet sie mit den literarischen Aneignungen von Immunität etwa bei Goethe, Thomas Mann, Proust und Freud. Türk erkennt Immunität dabei als ein zentrales Paradigma der Kulturwissenschaft und kann in seinen Interpretationen zeigen, welche Impulse von dieser neuen Betrachtungsweise ausgehen können.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Johannes Türk: "Die Immunität der Literatur" - Mehr Infos beim S. Fischer Verlag

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.09.2011

Rezensent Jochen Hörisch weiß diese Studie über die "Immunität der Literatur" von Johannes Türk zu schätzen. Dessen Interpretationen von Werken wie "Dichtung und Wahrheit", "Zauberberg", "A la recherche du temps perdu" führen seiner Ansicht nach überzeugend vor Augen, wie die Idee der Impfung aus dem medizinisch-pharmazeutische Bereich in der Literatur Eingang gefunden hat. Deutlich wird für ihn, dass sich Literatur auf das Böse und Bedrohliche einlassen muss, um davor schützen zu können. Allerdings scheint ihm der Autor das Potenzial seiner These nicht ganz auszuschöpfen. Hörisch denkt beispielsweise an den Bereich der Ökonomie und zitiert Mandevilles Formel "Private vices become public benefits". Nichtsdestoweniger lobt er Türk für seine profunde, feinsinnige und gediegen formulierte Untersuchung.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren