Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Johannes Merkel

Spielen, Erzählen, Phantasieren

Die Sprache der inneren Welt

Cover: Spielen, Erzählen, Phantasieren

Antje Kunstmann Verlag, München 2000
ISBN-10 3888972388
ISBN-13 9783888972386
gebunden, 337 Seiten, 21,47 EUR

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Klappentext

Spielen, Erzählen, Tagträumen und Phantasieren sind miteinander verwandt: Sie sind die Formsprachen einer inneren Welt, die machtvoll nach außen drängt. Johannes Merkel entwickelt in diesem Buch eine neue Sicht auf die Archetypen menschlicher Kommunikation und führt zugleich an die Wurzeln menschlicher Kreativität.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2000

Gemessen am Stand gegenwärtiger Kulturtheorien, befindet Ralf Drost am Schluss seiner Rezension, hätten Johannes Merkels Ansichten die Konsistenz von Tubbie-Pudding. Entsprechend leitet er mit den Teletubbies seine Buchbesprechung auch ein, bevor er ein paar Altmeister der Pädagogik streift. Nur weiß man nicht, ob er sich da schon mitten in Merkels Buch befindet, oder bloß einen allgemeinpädagogischen Vortrag halten will. Daran nämlich krankt die Kritik: dass sie keinen Einblick in das Buch ermöglicht, das sie schließlich so unwirsch vom Tisch fegt. Irgendwie spielt ein vom Trauma der Geburt geprägtes erstes Lebensjahrzehnt eine Rolle. Und irgendwie scheint Drost von Merkels Ausführung auch zu starker Hirntätigkeit inspiriert worden zu sein. Da gilt es vielleicht, am Ende die Spuren, die zur Quelle der Inspiration hinführen könnten, gründlichst zu verwischen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2000

Woher stammt das Spielen und Phantasieren, warum ist das Erzählen wichtig? Mit den Antworten des Autors hat sich Barbara von Becker beschäftigt und ist in vielem dem Autor fasziniert gefolgt. Wenig interessiert sie dabei die Zurückweisung des Autors von Piagets Thesen; dagegen vollzieht sie ausführlich nach, dass das Geburtstrauma Ursache des Rollenspiels und des Erzählens über Bedrohung und Entkommen sein soll. Ebenso überzeugt hat sie offenbar die Bedeutung der Tagträume in der Pubertät; sie sind Merkel zufolge eine Art Neuentwurf des Individuums und schützen es vor wahnhaften Projektionen auf die Außenwelt. Die Rezensentin kritisiert die "Überfülle des Stoffs", die der Autor zur Absicherung seiner Thesen vorstellt, wobei er ihrer Meinung nach manchmal seine eigenen Thesen aus den Augen verliert. "Man würde sich bisweilen einen stärker strukturierenden Zugriff und eine stärkere synoptische Aufbereitung wünschen."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren