Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Spielen, Erzählen, Tagträumen und Phantasieren sind miteinander verwandt: Sie sind die Formsprachen einer inneren Welt, die machtvoll nach außen drängt. Johannes Merkel entwickelt in diesem Buch eine neue Sicht auf die Archetypen menschlicher Kommunikation und führt zugleich an die Wurzeln menschlicher Kreativität.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2000
Gemessen am Stand gegenwärtiger Kulturtheorien, befindet Ralf Drost am Schluss seiner Rezension, hätten Johannes Merkels Ansichten die Konsistenz von Tubbie-Pudding. Entsprechend leitet er mit den Teletubbies seine Buchbesprechung auch ein, bevor er ein paar Altmeister der Pädagogik streift. Nur weiß man nicht, ob er sich da schon mitten in Merkels Buch befindet, oder bloß einen allgemeinpädagogischen Vortrag halten will. Daran nämlich krankt die Kritik: dass sie keinen Einblick in das Buch ermöglicht, das sie schließlich so unwirsch vom Tisch fegt. Irgendwie spielt ein vom Trauma der Geburt geprägtes erstes Lebensjahrzehnt eine Rolle. Und irgendwie scheint Drost von Merkels Ausführung auch zu starker Hirntätigkeit inspiriert worden zu sein. Da gilt es vielleicht, am Ende die Spuren, die zur Quelle der Inspiration hinführen könnten, gründlichst zu verwischen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2000
Woher stammt das Spielen und Phantasieren, warum ist das Erzählen wichtig? Mit den Antworten des Autors hat sich Barbara von Becker beschäftigt und ist in vielem dem Autor fasziniert gefolgt. Wenig interessiert sie dabei die Zurückweisung des Autors von Piagets Thesen; dagegen vollzieht sie ausführlich nach, dass das Geburtstrauma Ursache des Rollenspiels und des Erzählens über Bedrohung und Entkommen sein soll. Ebenso überzeugt hat sie offenbar die Bedeutung der Tagträume in der Pubertät; sie sind Merkel zufolge eine Art Neuentwurf des Individuums und schützen es vor wahnhaften Projektionen auf die Außenwelt. Die Rezensentin kritisiert die "Überfülle des Stoffs", die der Autor zur Absicherung seiner Thesen vorstellt, wobei er ihrer Meinung nach manchmal seine eigenen Thesen aus den Augen verliert. "Man würde sich bisweilen einen stärker strukturierenden Zugriff und eine stärkere synoptische Aufbereitung wünschen."
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Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







