Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Johannes Jansen

Frederic Chopin

Cover: Frederic Chopin

dtv, München 1999
ISBN-10 3423310227
ISBN-13 9783423310222
Taschenbuch, 156 Seiten, 7,57 EUR

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Klappentext

Chopin (1810 - 1849) zählt zu den schillerndsten Gestalten der musikalischen Romantik. Sein Leben war bewegt und voller Umbrüche, der Zauber seiner Musik ist ungebrochen. Am 17.10. 1999 war sein 150. Todestag.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999

Ellen Kohlhaas bespricht diese neue Biografie zusammen mit zwei weiteren Chopin-Biografien: "Frédéric Chopin und seine Zeit" von Mieczyslaw Tomaszewski und "Frédéric Chopin" von Johannes Jansen.
1) Tadeusz A. Zielinski: "Chopin" (Gustav Lübbe Verlag)
"Vielleicht gründlicher als je zuvor", so die Rezensentin, erzählt Tadeusz A. Zielinski das Leben des polnischen Nationalkomponisten. Manchmal ist es ihr fast zu viel, und sie fragt, ob wirklich jedes Detail aus Chopins Leben für den heutigen Leser von Bedeutung sei. Auch Zielinskis Polemiken gegen Robert Schumann und seinen Hang, nur seinen eigenen Helden gelten zu lassen, findet sie deplatziert. Aber insgesamt ist sie des Lobes voll über diese monumentale Biografie, die im polnischen Original 1993 erschien. Vor allem Chopins gesellschaftliches Umfeld, aber auch seine Entwicklung vom brillanten Stil der Anfangszeit zur "bis zum Äußersten verfeinerten späten Ausdrucksform" würden in zahlreichen Werkbeschreibungen wiedergegeben.
2) Mieczyslaw Tomaszewski: "Frédéric Chopin" (Laaber-Verlag)
Bei Tomaszewski beschreibt Kohlhaas vor allem den systematischen Ansatz - das Leben wird einfach in einer Chronologie abgehakt. Einiges Neue erfahre man über das Verhältnis Chopins zu Zeitgenossen, etwa dem Maler Eugène Delacroix. Was der Autor zu musikalischen Neuerungen Chopins und seinen Einfluss bis hin zu Skrjabin und Messiaen sagt, hätte Kohlhaas gern in einem eigenen Kapitel zusammengefasst gesehen - so müsse man es umständlich aus den einzelnen Abschnitten herauslesen. Dennoch findet Kohlhaas Tomaszewskis Forschungen zu Chopins musikalischem "Nachleben" besonders interessant.
3) Johannes Jansen: "Frédéric Chopin" (dtv)
Bei diesem Buch lobt Ellen Kohlhaas die populäre Machart, die Informiertheit des Autors und die Knappheit der Darstellung - Zielinskis große biografische Arbeit sei dabei eine der wichtigen Quellen für Jansen gewesen. Ansprechend sei das Layout des Buchs, das durch eingerückte Erläuterungen manche nützliche Zusatzinformationen gebe.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren