Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Johann Peter Hebel

Die Kalendergeschichten

Sämtliche Erzählungen aus dem Rheinländischen Hausfreund

Cover: Die Kalendergeschichten

Carl Hanser Verlag, München 1999
ISBN-10 3446197524
ISBN-13 9783446197527
Gebunden, 848 Seiten, 39,90 EUR

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Klappentext

Anfänglich hatte Johann Peter Hebel (1760-1826) mit dem badischen Landkalender Aufklärungsarbeit leisten wollen, bald aber wurde er von der literarischen Welt entdeckt. Einen Teil seiner Geschichten hat er stilistisch geglättet und zu einem Buch zusammengefaßt, das ihm Weltruhm eintrug. Die Herausgeber Hannelore Schlaffer und Harald Zils legen hier den unverfälschten und vollständigen Kalendertext sämtlicher Erzählungen Hebels - einschließlich der Betrachtungen über das Weltgebäude und der Rätsel und Scharaden - in einem Band mit Sachkommentaren und Dokumenten vor.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.09.2001

In seiner kurzen Kritik zeigt sich Jörg Drews hochzufrieden über die nun zum 175 Todestag Hebels vorliegende Taschenbuchausgabe aller Kalendergeschichten. Er findet die Kalendergeschichten zu Recht unvergessen und weist auf den großen Einfluss hin, den sie auf viele nachfolgende Schriftsteller wie Kafka, Bloch und Benjamin hatten. Nur ganz selten neige der Ton der Texte zu "Betulichkeiten", insgesamt überwiege aber bei allem "Rapiden, Reißerischen", das den Geschichten zu eigen sei, die "absichtslose Einfachheit", lobt der Rezensent.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2000

Hans-Jürgen Schings` sehr ausführliche Besprechung richtet sich an germanistisch geschulte Leser und Kenner des Hebelschen Werkes. Sie streift die Biographie des Gymnasialprofessors Theologen und Kalendermacher Hebel, die Enstehungsgeschichte der Kalendergeschichten und ihre Rezeption bei "großen Lesern" wie Kafka, Benjamin oder Bloch. Besonders lobt Schings die "schöne Aufmachung" des Buches. Der Titel verspreche allerdings weniger, als das Buch schließlich halten würde. Tatsächlich versammelte es auch Betrachtungen, Rätsel, Rechenaufgaben, Neujahrswünsche, Gedichte und neben dem `Rheinländischen Hausfreund` auch die Badenschen Landkalender seit 1803. Es fehle allerdings das "integrale `Schatzkästlein`". Den durchweg positiven Gesamteindruck, den der Rezensent von der Ausgabe hat, unterstützen Dokumente und ein "reichhaltiger Stellenkommentar, der seine (ungenannten) Vorgänger nur gelegentlich unterbietet". Schrings hebt auch den "einfallsreichen" Nachwort-Essay von Mitherausgeberin Hannelore Schlaffer hervor.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999

Hebel befreit von jeder biedermännischen Schnurrigkeit, urteilt Kurt Oesterle erfreut über diesen Band, der - mit den ursprünglichen Illustrationen des "Rheinischen Hausfreund" ausgestattet - eine "auch bibliophile Leseausgabe" ist. Zusätzlich haben die Herausgeber wichtige Dokumente beigefügt (eines ist neben der Rezension abgedruckt), durch die man dem badischen "Basisarbeiter der Aufklärung" bei der Arbeit über die Schulter sehen kann. Aber Hebel beschrieb nicht nur Bauern und Handwerker, sondern bezog immer auch Außenseiter der Gesellschaft mit ein, hebt Oesterle hervor und lobt: Dies sei keine geschmäcklerische Auswahl der 240 Jahre alten Geschichten, sondern eine gediegene, kluge Edition Hebels.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren