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Jörg Heiser

Plötzlich diese Übersicht

Was gute zeitgenössische Kunst ausmacht
Cover: Plötzlich diese Übersicht
Claassen Verlag, Berlin 2007
ISBN 9783546004022
Gebunden, 224 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Seit Mitte der Neunziger erlebt die zeitgenössische Kunst einen beispiellosen Boom.Von allem gibt es mehr: mehr Künstler, mehr Sammler, mehr Galerien, mehr Kunstmessen, mehr Museen, mehr Biennalen, mehr Interessierte, mehr Pop, mehr Hype. Wie kann man da noch die Übersicht behalten? Wie kann man gute von schlechter Kunst unterscheiden? Welche Künstler und welche Werke sind entscheidend zu Beginn des 21. Jahrhunderts und warum? Jörg Heiser hat vier zentrale Begriffspaare zusammengestellt, an Hand derer er die Strömungen der zeitgenössischen Kunst auf unkonventionelle Art erläutern kann. Dem Kunst interessierten Leser werden Hintergründe und die geschichtlichen Zusammenhänge deutlich.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.06.2008

Mit großem intellektuellen Vergnügen hat Rezensent Wolfgang Müller dieses Buch über Mechanismen und Eigenheiten der Kunstszene gelesen. Nicht nur gelegentlich aufblitzende "wunderbare Sätze" haben ihn beglückt, sondern auch ebenso erhellende wie tiefschürfende Interpretationen von Kunstwerken, Künstlern oder Phänomenen im Soziotop Kunstszene. Besonders in seinen Hinweisen auf den affirmativen Charakter mancher fälschlich als rebellisch gewerteten Gesten oder Posen beeindruckt der Autor den Rezensenten durch Scharfsinn und präzise Beobachtungsgabe.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 26.07.2007

Recht zufrieden ist Rezensent Christoph Heinrich mit diesem "anregenden" und "vor Material strotzendem" Buch über die moderne Kunst, das er den "Kunstpilgern dieses Sommers" für ihre Tornister empfiehlt. Das Buch sei "von Geistesblitzen durchzuckt" und von einem "erkennbar zwischen philosophischen Diskursen und dem Kunstmarkt flanierenden Beobachter" zusammengestellt. Zu den Vorzügen des Buchs zählt der Rezensent außerdem, dass der Autor Jörg Heiser nicht von oben auf das Geschehen blickt, sondern mitten in ihm stehe. Zwar seien manche Kapitel des Buches Doppelverwertungen, was sich leicht negativ auf die Gesamtqualität des Buches auswirken würde. Auch hätte es das Buch aus Sicht des Rezensenten gut vertragen, wenn es gelegentlich doch zu so etwas wie einem übergeordneten Kritikerurteil gekommen wäre. Deswegen handelt es sich bei diesem Buch aus Sicht des Rezensenten auch nicht um die im Titel versprochene Übersicht, sondern eher um einen "Report von mittendrin". Aber das ist ja auch schon was.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.04.2007

Bestens unterhalten hat sich Arno Widmann bei der Lektüre von Jörg Heisers geistreichen Überlegungen zur Kunst der Gegenwart. Er bescheinigt dem Buch, anders als viele andere Bücher über zeitgenössische Kunst, dem Leser immer wieder die Augen zu öffnen. Das Buch zeichnet sich für ihn geradezu dadurch aus, sich nicht vor die Kunstwerke zu stellen, sich wichtig zu machen oder die Blößen der Kunst zu bedecken. Heiser gelinge es vielmehr, ohne große Erklärungen dem Leser "klar zu machen, was er sieht". Daher würdigt Widmann das Buch auch als "Anleitung zum Sehen", was er insofern nur begrüßen kann, als er von der Devise überzeugt ist: "Wer besser sieht, ist klüger." Angetan zeigt er sich von Heisers Fähigkeit, mit seinen Texten eine Sogwirkung zu erzielen, indem er kluge und prägnante Überlegungen geschickt mit interessanten Geschichten verbindet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2007

Niklas Maak hat es offenbar schon länger gefuchst, dass sich im gegenwärtigen explodierenden Kunstbetrieb niemand mehr die Frage zu stellen traut, was denn gute Kunst ausmacht. Jörg Heiser, Chefredakteur der Kunstzeitschrift "Frieze", hat nun genau das getan und herausgekommen ist laut Maak ein "erstaunlich erhellendes" Buch. Gut gefällt ihm der lockere, subjektive, manchmal polemisch zugespitzte Essayton von Heiser. Das Werk sei zu zweierlei gut: als Überblicksdarstellung der Gegenwartskunst und als Kulturgeschichte des Kunstslapsticks a la Marcel Duchamps "Readymades". Im "produktiven Wahrnehmungsvandalismus", der beim Betrachter überraschend neue Perspektiven eröffnet, sieht Heiser die Aufgabe der modernen Kunst. Mit Heisers Beurteilungskriterien gewappnet kann man wiederum dessen Haltung in Frage stellen, was für Maak aber nicht als Schwäche wertet, sondern in noch größerem Maße für dieses "stringent argumentierende, material- und thesenreiche" Buch einnimmt.
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Jörg Heiser

Jörg Heiser ist Chefredakteur von "frieze", einer unter Künstlern und Kunstinteressierten angesagten Londoner Kunstzeitschrift, die acht Mal jährlich erscheint, und schreibt regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung. Er konzipierte die Ausstellung ... mehr lesen

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