Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.10.2000
Man muss schon selbst ziemlich vom Info-Wahn ergriffen sein, so legt Thomas Hübners Kurzbesprechung nahe, um dieses Buch zu goutieren. In "assoziativ gestalteten Kapiteln" legt der "konstruktivistisch geschulte" Autor seine Thesen dar, nach denen eine Demokratisierung durch die neuen Medien durchaus möglich ist, aber nur für den, der sich durch den Wust den Angebots durchzubeißen weiß. Und das wird wieder nur ein sehr kleiner Teil der "Medienkonsumenten" zu tun bereit sein, vermutet Thomas Hübner. Keine "prägnante Medienpädagogik" ist dies Buch, vielmehr ein eiliger Ritt durch den Dschungel der Medien, der Motive und Bedürfnisse ihrer Macher und Konsumenten.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.09.2000
Rolf-Bernhard Essig hat dieses Buch offenbar mit einigem Vergnügen gelesen, zumal Vulner sowohl mit den glühenden Anhängern der Multimedia-Welt als auch mit deren Verächtern ins Gericht geht - und das auf eine gleichermaßen anregende, unterhaltsame wie aber auch kompetente Weise. Dabei sei sich der Autor allerdings durchaus bewusst, dass er letztlich mit seinem Buch kaum diejenigen erreichen wird, die sich ohnehin nicht mit dieser Art Medien beschäftigen. Gut scheint dem Rezensenten zu gefallen, dass Vulner auch "historische Rückblicke auf Konzepte wie Elite, Bildung, Demokratie, Kunst einschließt", und deutlich aufzeigt, dass die technischen Möglichkeiten keineswegs mit der "Qualität der Vermittlung" verwechselt werden dürfen - wie es so häufig der Fall ist. Essig gefällt die engagierte Art Vulners, die nicht frei sei von Selbstironie und Sarkasmus und äußert die Ansicht, dass dieser Band durchaus zum "Mit- und Gegendenken" anregt. Lediglich die flapsige Sprache geht dem Rezensenten bisweilen auf die Nerven, und überhaupt macht er einige Fehler aus, die ein Lektorat seiner Ansicht nach hätte beseitigen müssen. Dennoch verdient dieses Buch, wie er findet, das `teuerste Gut der Jetztzeit`: Aufmerksamkeit.
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