Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jo Vulner

Info-Wahn

Eine Abrechnung mit dem Mulitmediajahrzehnt

Cover: Info-Wahn

Springer Verlag, Wien 2000
ISBN-10 3211834338
ISBN-13 9783211834336
Broschiert, 410 Seiten, 34,77 EUR

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.10.2000

Man muss schon selbst ziemlich vom Info-Wahn ergriffen sein, so legt Thomas Hübners Kurzbesprechung nahe, um dieses Buch zu goutieren. In "assoziativ gestalteten Kapiteln" legt der "konstruktivistisch geschulte" Autor seine Thesen dar, nach denen eine Demokratisierung durch die neuen Medien durchaus möglich ist, aber nur für den, der sich durch den Wust den Angebots durchzubeißen weiß. Und das wird wieder nur ein sehr kleiner Teil der "Medienkonsumenten" zu tun bereit sein, vermutet Thomas Hübner. Keine "prägnante Medienpädagogik" ist dies Buch, vielmehr ein eiliger Ritt durch den Dschungel der Medien, der Motive und Bedürfnisse ihrer Macher und Konsumenten.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.09.2000

Rolf-Bernhard Essig hat dieses Buch offenbar mit einigem Vergnügen gelesen, zumal Vulner sowohl mit den glühenden Anhängern der Multimedia-Welt als auch mit deren Verächtern ins Gericht geht - und das auf eine gleichermaßen anregende, unterhaltsame wie aber auch kompetente Weise. Dabei sei sich der Autor allerdings durchaus bewusst, dass er letztlich mit seinem Buch kaum diejenigen erreichen wird, die sich ohnehin nicht mit dieser Art Medien beschäftigen. Gut scheint dem Rezensenten zu gefallen, dass Vulner auch "historische Rückblicke auf Konzepte wie Elite, Bildung, Demokratie, Kunst einschließt", und deutlich aufzeigt, dass die technischen Möglichkeiten keineswegs mit der "Qualität der Vermittlung" verwechselt werden dürfen - wie es so häufig der Fall ist. Essig gefällt die engagierte Art Vulners, die nicht frei sei von Selbstironie und Sarkasmus und äußert die Ansicht, dass dieser Band durchaus zum "Mit- und Gegendenken" anregt. Lediglich die flapsige Sprache geht dem Rezensenten bisweilen auf die Nerven, und überhaupt macht er einige Fehler aus, die ein Lektorat seiner Ansicht nach hätte beseitigen müssen. Dennoch verdient dieses Buch, wie er findet, das `teuerste Gut der Jetztzeit`: Aufmerksamkeit.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren