Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jim Dodge

Fup

Roman

Cover: Fup

Rogner und Bernhard Verlag bei Zweitausendeins, Hamburg 2002
ISBN-10 3807701745
ISBN-13 9783807701745
Gebunden, 134 Seiten, 15,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Harry Rowohlt. Mit 60 farbigen Zeichnungen vom Zeichner ATAK. Exemplare der Erstausgabe sind von ATAK handsigniert. Fup ist eine massive, 20 Pfund schwere Ente, die mit zwei Männern zusammenlebt: Granddaddy Jake, 99 Jahre alt und von seiner Unsterblichkeit überzeugt, ein unverbesserlicher Spieler, verschrobener Taugenichts und heftiger Gegner von Arbeitsmoral, und Tiny, sein Enkel, ein kräftiger junger Mann, der ebenso sanftmütig ist wie Jake kriegslustig...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.09.2002

Etwas säuerlich kommentiert Martin Z. Schröder dieses Bändchen als "kunstgewerblich", wobei er uns durchaus nicht im Unklaren lässt darüber, dass sich das eigentlich nicht gehört: Denn das Buch ist seit der Erstausgabe von 1983 in Kalifornien ein großer Erfolg und außerdem liegt es hier vor in der Übersetzung vom "Sprachherrgott" Harry Rowohlt, den zu kritisieren eine Ketzerei sei... Dennoch, Martin Z. Schröder tut es, fügt seinen Beispielen schnell ein "genug philologisch gepickt" hinzu - und geht dann zur Kritik an den Illustrationen des Comiczeichners Atak über. Die mag er nicht, weil sie dem Leser "keine zusätzliche Bedeutungsschicht" bieten. Sein Fazit: ein "leichter Text" "seicht ausgemalt", Garant für einen Verkaufserfolg.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.03.2002

Dass es ganze zwanzig Jahre dauern musste, bis Jim Dodges "Erwachsenenmärchen" ins Deutsche übersetzt wurde, kann Rezensent Frank Schäfer nur als wunderliche Eigenheit der Verlagsbranche verbuchen. Wenigstens liege diese "ruhige, anrührende und zutiefst humanitäre" Geschichte um drei mehr als sonderliche Hauptfiguren, jetzt in einer "überaus charmanten" Übersetzung vor. Kurz geht Frank Schäfer auf den Inhalt ein, ohne ihn weiter zu analysieren und zitiert lieber einen der Charaktere, Granddaddy Jake, der erklärt, dass es im Leben Dinge gäbe, die man nicht erklären könne, sondern nehmen müsse habe, wie sie sind. Ja, denkt sich der Rezensent, das trifft es ganz gut und macht wahrscheinlich auch die "Poesie des Buches" aus.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2002

Das Buch ist so liebevoll gestaltet, dass Stephan Maus es gar nicht mit "profanen Rezensentenanmerkungen zu beschmutzen" wagt. Mit sicherer Hand habe der Berliner Comic-Künstler Georg Barber alias "Atak" die bemerkenswertesten Passagen illustriert. Doch auch wegen Harry Rowohlts Übersetzung dieser liebevollen "Träumerei über Lebenskünstler" hat der Rezensent absichtlich langsam gelesen, um den Genuss zu verlängern. Die Geschichte handelt, lesen wir bei unserem entzückten Rezensenten, von einem kleinen, aber reichen Waisenkind, das von einem beim Finanzamt verschuldeten Großvater adoptiert wird. Jener "Granddaddy Jake" nun sei ein alter Haudegen, der nach einem abenteuerlichen Leben auf seiner abgelegenen Ranch an einem Jungbrunnen bastele. Autor Jim Dodge hat man mit Mark Twain verglichen, behauptet Maus und fügt hinzu: ja, "auf LSD".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren