Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jes Petersen

Strontium

Briefwechsel mit Raoul Hausmann und Franz Jung

BasisDruck Verlag, Berlin 2001
ISBN-10 386163113X
ISBN-13 9783861631132
Kartoniert, 295 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Mit 30 Nachdrucken von gestalteten Briefen. Herausgegeben von Andreas Hansen. Die 190 Briefe aus den Jahren 1960 - 70 dokumentieren das Ende einer Epoche - mit Antworten auf die Frage, wie angesichts der allgemeinen Atmosphäre die Verhältnisse wieder zum Tanzen zu bringen sind. Mitten in der Erstarrung beginnt sich eine Opposition zu formieren.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.12.2001

"Schön" und "traurig" zugleich findet Jörg Sundermeier diesen Briefwechsel zwischen dem Bauernsohn, Verleger und Galeristen Jes Petersen und den expressionistischen Autoren Raoul Hausmann und Franz Jung. Schön und spannend sei diese Lektüre, weil sie einen guten Einblick gebe in die schwierige Lage ihres Schaffens. Denn Anfang der 60er Jahre genossen Dadaisten und Expressionisten kaum noch Aufmerksamkeit. Traurig sei, schreibt der Rezensent, dass den beiden Intellektuellen nichts anderes übrig blieb, als ihre Schriften dem "tölpelhaften" Jungverleger Petersen anzuvertrauen. Den Briefwechsel mit Petersen hat der Rezensent verschlungen, gerne hätte er aber auch erfahren, wie sich Hausmann und Jung wohl über ihren leidig geduldeten Verleger ausgetauscht haben, merkt Sundermeier etwas enttäuscht an.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.11.2001

Was hat sie nur bewogen, Hausmann und Jung, die "Petersen Press" zu gründen? Am Ende der Lektüre, am Ende dieser in Briefen niedergelegten Chronik eines seltsamen Verlagsprojekts, ist Caroline Pross schlauer, ahnt, was es heißt, ein Geschäft als Form von "angewandtem Dadaismus" zu begreifen, wie Jes Petersen es tat, und weiß, dass es für die beiden emigrierten Avantgardisten wichtig war, mit ihren Schriften in Deutschland präsent zu sein. Zusammen mit den beigefügten Abbildungen und Faksimiles trösten diese Erkenntnisse die Rezensentin über den Umstand hinweg, dass die Lektüre der hauptsächlich im Band enthaltenen Geschäftspost (Aufträge, Reklamationen, Korrekturen) eigentlich "eine eher spröde Angelegenheit" ist.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren