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Klappentext
Mit 40 Schwarzweißabbildungen. Jens Bisky legt die erste Geschichte der klassizistisch-romantischen Architekturästhetik vor. Wie wurde die Schönheit der Kirchen, Paläste und Landhäuser wahrgenommen, nachdem die tradierten Regeln nicht mehr gelten sollten, und wie wurde sie dargestellt? Biskys These lautet: Architekturtheorie und Architekturästhetik der Kunstperiode zwischen 1760 und 1840 kreisten um das Poetische der Baukunst, um die Wirkungen der Gebäude auf die Einbildungskraft.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.01.2001
Margaretha Huber sieht in dem Buch das Bemühen, den Begriff von der "Poesie der Baukunst", wie er in der Romantik verstanden wurde, ideengeschichtlich zu erhellen, indem Bisky architekturtheoretische Texte der Zeit auswertet. Doch stört sie die Zitierweise des Autors und die Ungenauigkeit seiner Interpretationen. Sie ist enttäuscht, dass Bisky das "eigentümliche Nebeneinander" von Klassizismus und Romantik in der Epoche nicht analysiert und auch die Begriffe nicht näher zu bestimmen versucht. Positiv weist die Rezensentin aber auf das im Anhang gegebene Kapitel einer "geplanten Geschichte der Kirchenbaukunst" von Boisserée hin, das hier erstmalig veröffentlicht werde; dieser Text, in dem der Autor "zu Recht" einen Anfang in der romantischen Architekturästhetik sehe, sei überaus erhellend.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.08.2000
Zum bleibenden Standardwerk prädestiniert sei dieses Buch, findet Hans Hartje, und zwar "schon wegen der im Anhang erstmals veröffentlichten, weiter als gemeinhin angenommen gediehenen Entwürfe Sulpiz Boisserées zu einer Geschichte des Kirchenbaus". Aber auch sonst beschreibt der Kritiker das Buch als sehr gelungen. Er lobt seine Verständlichkeit und findet, es fülle "souverän" eine Lücke in der Fachliteratur. Mit wenigen Sätzen umreißt Hartje den Gegenstand des Buches, nämlich die Goethezeit "als eigenständige Architekturästhetik zu rehabilitieren". Und aus Hartjes Darstellung lässt sich schließen, dass dies nicht nur ein Buch für Fachleute sein muss.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000
Sehr gelobt wird diese "sprachlich souveräne" Präsentation eines "immensen Materialreichtums" von Christine Tauber. Als Literaturwissenschaftler kann der Autor sensibel vor allem die "Beschreibungsverfahren" von Architektur analysieren, findet sie. Sein besonderes Interesse gilt dabei dem Zeitraum, in dem die Winckelmannsche Rhetorik der edlen (also griechischen) Proportion von Fassaden mehr und mehr ersetzt wird durch Kategorien subjektiven Erlebens besonders von Innenräumen, d.h. dem Aufkommen der deutschen Neugotik als Ideenarchitektur. Der Autor verweist für diesen Übergang auf drei Elemente des späten 18.Jahrhunderts: den "Landschaftsgarten, die Charakterlehre und die Einbildungskraft des Betrachters". Tauber hebt hervor, dass in diesem Band als später Repräsentant der "romantischen Form" der Kölner Sulpiz Boisserée vom Autor besonders gewürdigt wird.
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