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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Javier Cercas

Der Mieter

Roman

Cover: Der Mieter

Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2003
ISBN-10 3803112176
ISBN-13 9783803112170
Gebunden, 107 Seiten, 12,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen. Beim morgentlichen Joggen am Campus von Pennsylvania verstaucht sich Mario Rota den Fuß. Mit diesem kleinen Missgeschick beginnt eine ganze Serie von Unglücksfällen: In sein Haus zieht ein unangenehmer Mieter ein. Der neue Nachbar Daniel Berkowickz entpuppt sich auch als Konkurrent im Beruf; er unterrichtet an derselben Fakultät wie Rota, übernimmt einen Teil seiner Stunden und schließlich sogar sein Büro. Mario Rota gerät mehr und mehr ins Abseits. Seine Freundin verlässt ihn. Wo auch immer er hinkommt, der andere ist schon da.Selbst die Vermieterin plaudert lieber mit dem Neuen. Sukzessive bröckelt die Welt um Rota, die vor kurzem noch so bruchlos schien. Erst an dem Tag, an dem ihm der Arzt bestätigt, sein Fuß sei geheilt, gewinnt er wieder Boden unter den Füßen: er wirft einen Blick in die Wohnung seines Feindes und macht dabei eine erstaunliche Entdeckung.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2004

Albrecht Buschmann hat sich ein bisschen gelangweilt, obwohl dieser Roman seiner Meinung nach durchaus Unterhaltungspotential besitzt. Auch findet er, dass Javier Cercas erzählen kann - handwerklich sei diese "geradlinige und schnörkellose Doppelgängergeschichte" nicht zu beanstanden. Dennoch behält den Rezensenten einen faden Nachgeschmack: "am Ende bleibt der Eindruck, dass hier ein altbekanntes Motiv nur aktualisiert, aber nicht weitergedacht wurde". Und so stellt sich für Buschmann die Frage, ob man dem recht erfolgreichen Autor mit der Veröffentlichung seines Frühwerkes einen Gefallen getan hat.

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