Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Jaroslav Kucera
Minderheiten im Nationalstaat
Die Sprachenfrage in den tschechisch-deutschen Beziehungen 1918-1938
Klappentext
"Sprachenkampf in Böhmen" -diese Formel war im 19. Jahrhundert der Inbegriff für das Streben nach sprachlicher Gleichberechtigung in der k.u.k. Monarchie. Die vorliegende Studie zeigt, dass die "Sprachenfrage" auch nach der Gründung der Tschechoslowakei im Jahre 1918 eine der fundamentalen Determinanten des Verhältnisses zwischen Tschechen und Deutschen und eines der wichtigsten Konfliktfelder im "Nationalitätenkampf" darstellte. Die Untersuchung zeichnet auf einer breiten Quellengrundlage die Entwicklung des Sprachenrechts in der ersten Tschechoslowakischen Republik nach. Sie analysiert vor allem auch seine Umsetzung in die Praxis und die vielfältigen Auswirkungen auf die Entwicklung des "nationalen Besitzstandes" der Deutschen in den böhmischen Ländern.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2000
Eine uneingeschränkte Empfehlung spricht Monika Glettler für dieses Buch aus. Der Autor habe sich mit seiner Untersuchung "große Verdienste erworben", so die begeisterte Rezensentin. Die Sprachenpolitik der tschechoslowakischen Regierung sei in der Forschung bisher kaum untersucht worden, zudem werte der Autor Archivmaterial teilweise zum ersten Mal aus, weshalb Glettler die Studie begrüßt. Kucera argumentiere stringent und interpretiere seine Erkenntnisse ohne Polemik, was ihm die Zustimmung der Rezensentin einträgt. Und so betont Glettler zum Schluss, dass gerade angesichts der Missstimmung zwischen der Bundesrepublik und der Tschechischen Republik, die durch die jüngsten Forderungen der Sudetendeutschen ausgelöst wurden, dieses Buch notwendig sei.
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