Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jaroslav Hasek

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

Roman

Cover: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3518395785
ISBN-13 9783518395783
Taschenbuch, 802 Seiten, 14,21 EUR

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Klappentext

Aus dem Tschechischen von Grete Rainer. Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, starb 1923 in Lipnice. Sein weltberühmter braver Soldat Schwejk, der unter dem Deckmantel der geistigen Zurückgebliebenheit den ganzen Dienstbetrieb durcheinander bringt und somit die Sinnlosigkeit des Krieges vorführt, wurde zum Sinnbild des Widerstandes gegen jede Obrigkeit.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.11.2000

Als "lehrreiche Satire" gegen eine offiziell verordnete Leitkultur, nämlich die österreichische, betrachtet Franz Schuh die altbekannten "Abenteuer des braven Soldaten Schwejk". Schwejk sei nämlich Tscheche, und darin bestehe "fast schon sein ganzes Abenteuer" - vom Ersten Weltkrieg mal abgesehen. Als Austragungsort "altösterreichischer Leitkultur" macht Schuh vor allem das Wirtshaus aus, und in einem solchen soll Husak übrigens Anfang der 20er Jahre seine Kapitel einem Schreiber diktiert haben. Wichtige Garanten seien die kaiserlichen Spitzel, die dort herumlungerten, die Ärzte, die den psychischen Gesundheitszustand politisch Verdächtiger überprüften, und verdächtig sei per se erst mal jeder, schreibt Schuh, der ein Tscheche sei. Auch heute streiten sich Tschechen und Österreicher wieder, deswegen sei Husaks Buch ein gutes Beispiel dafür, dass man einen solchen Begriff wie Leitkultur besser nicht in den Mund nehmen sollte.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren