Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

James Thomson

The Seasons. Die Jahreszeiten

Englisch - Deutsch

Cover: The Seasons. Die Jahreszeiten

Urs Engeler Editor, Weil am Rhein 2004
ISBN-10 3905591685
ISBN-13 9783905591682
Gebunden, 448 Seiten, 28,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Wolfgang Schlüter. Virgil ist sein erklärtes Vorbild; Lukrez, Milton, Boyle, Newton und Shaftesbury prägen seine Ästhetik und Weltsicht; James Thomson, Geistlicher aus Schottland, den sein Bischof ermahnte, verständlicher zu predigen für die breite Masse. Statt den Rat zu befolgen, wurde er erst recht Dichter, ging nach London und legte mit dem fünftausend Zeilen langen Blankvers-Poem "The Seasons" (1726-30) ein Werk vor, das in seiner ebenso rauschhaften wie minuziös deskriptiven Feier des Schrecklichen und Erhabenen in der Natur ein Schlüsselwerk der europäischen Aufklärung wurde, ein Wunderwerk an Wortmusik, gepriesen von Rousseau, Dr. Johnson, Lessing, Wieland; in Malerei übersetzt von Gainsborough, Constable, Turner.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2004

Bei "The Seasons" handelt es sich um eins der berühmtesten Poeme der englischen Sprache, informiert uns Rezensent Jürgen Brocan, das allerdings in Vergessenheit geraten sei, da es selbst im Englischen zur Zeit nicht in Buchform vorliege. Um so begrüßenswerter also nun die vorliegende zweisprachige Edition, die den englischen und den deutschen Text nicht etwa nebeneinander, sondern hintereinander setzt. Da steckt Kalkül hinter, verkündet Brocan. Denn der Übersetzer Wolfgang Schlüter, der mit seiner Übertragung dem Leser einen "intellektuellen Hochgenuss" bietet, wie der Rezensent schreibt, beanspruche ein großes Maß an Eigenständigkeit und Kreativität für sich. Dennoch gelingt Schlüter die formale Annäherung an das 180 Jahre alte Werk, indem er ebenso wie Thomson ungewohnte Versbrechungen, Latinismen und den emphatischen Gebrauch von Satzzeichen pflegt, jedoch nie wörtlich überträgt, , betont unser Rezensent. Auch in der Orthographie hat sich Schlüter einer altertümelnden Schreibweise bedient, was, zitiert Brocan den Übersetzer, so ähnlich ist, wie wenn ein Musiker auf einem historischen Instrument spielt. Dafür aber bedarf es, um nicht akademisch trocken zu wirken, des Muts zur Interpretation und der Spielfreude, hält der Rezensent begeistert fest. Den habe Schlüter einwandfrei bewiesen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren