Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

James Matthew Barrie

Peter Pan

Gelesen von Leander Haußmann. 3 CDs. (Ab 10 Jahre)

Cover: Peter Pan

Roof Music, Bochum 2000
ISBN-10 3933686563
ISBN-13 9783933686565
CD, 0 Seiten, 22,96 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

225 Minuten. Gelesen von Leander Haußmann, Annika Kuhl und Steffi Kühnert. Musik von Element of Crime. Die Geschichte von Peter Pan - ursprünglich in einem Roman für Erwachsene beschrieben, gehört heute weltweit zu den Kinderbuch-Klassikern. Als Theaterstück wurde es bereits 1904 in London uraufgeführt und zählt in England und Amerika vor allem zur Weihnachtszeit zu den am meisten gespielten Schauspielen für Kinder. Leander Haußmann präsentierte dieses Stück im Juni 2000 als Abschlussregie seiner 5-jährigen Intendantenzeit am Bochumer Schauspielhaus. Die Berliner Band Element of Crime konnte er für den Soundtrack verpflichten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.02.2001

Den Rezensentennamen hat die "taz" im Internet ausgespart, so dass wir eine anonym bleibende, aber kompetent wirkende Rezension eines vorgelesenen und musikalisch ummäntelten Kinderbuchklassikers zu vermelden haben. Das Hörbuch resultiert aus einer Musicalfassung des Peter-Pan-Stoffs, die der Theatermann Leander Haußmann in Bochum inszeniert hat. Haußmann selbst liest den Text - mit kluger und geschmeidiger Stimme, wie es so schön in der Rezension heißt. Allerdings vergesse er manchmal, welcher Figur er welche Stimme gegeben habe. Vielleicht um nicht vollends in Verwirrung zu geraten, hat er zur Unterstützung zwei Schauspielerinnen der Bochumer Inszenierung hinzugezogen: Steffi Kühnert und Annika Kuhl sprechen die Rollen von Peter und Wendy. Eine im übrigen eher altmodisch anmutende Beziehung eines Jungen und eines Mädchens, behauptet der uns unbekannte Rezensent, die aber durch wunderbar anarchische Momente im übrigen Roman konterkariert werde. Haußmann sei Gott sei Dank kein Märchenonkel alter Schule.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.02.2001

Nimmt man Konrad Heidkamp wörtlich, so saß er bei der "Hör-Lektüre" des Peter Pan "Alice-im-Wunderland-verrückte dreieinhalb Stunden" vor dem CD-Spieler und hörte eine Geschichte, die von der "lebenslangen Kindersehnsucht nach einer Insel, nach dem Land Nirgendwo" erzählt. Leander Haussmann sei mit der rückblickenden Erzählperspektive und der Segnung seiner angenehmen Stimme ein Hörbuch gelungen, das im Tonfall "romantisch, erregt und mit einem spöttischen Lächeln" sei. In seiner kleinen Chronologie der Peter-Pan-Geschichte, von der ersten Erzählung 1902 des Schotten James M. Barrie mit dem Titel "Der kleine weiße Vogel" langt Heidkamp bei der Romanfassung des Jahres 2000 aus dem Arena Verlag an: Diese diente Haussmann als Vorlage, die klug redigiert worden sei. Auf den "zeigefingrigen Schluss, . . . unpassende Nebenbemerkungen über das Wesen der Frau" sei verzichtet worden. Heidkamp freut sich mit und für die "Jüngeren unter uns Hörern" über diesen "schönen Anfang für den Geschmack".

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren