Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

James Gustave Speth

Wir ernten, was wir säen

Die USA und die globale Umweltkrise

Cover: Wir ernten, was wir säen

C. H. Beck Verlag, München 2005
ISBN-10 3406529011
ISBN-13 9783406529016
Gebunden, 275 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

James G. Speth stellt der globalen Umweltpolitik die Diagnose - und diese fällt ebenso deutlich wie vernichtend aus: Alle internationalen Vereinbarungen und Verträge der letzten zwei Jahrzehnte, die "Zeit nach Rio", sind wirkungslos. Der von so vielen beschworene Schutz der Biosphäre ist das Papier nicht wert, auf dem er steht, weil die internationale Staatengemeinschaft weder die Kraft noch den Willen aufbringt, dem Zerfall der zentralen Ökosysteme wirklich.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.08.2005

Überzeugend findet Thomas Leuchtenmüller diese "verständlich formulierte" Studie über die globale Umweltkrise, die James Gustave Speth, der Umweltpolitik und nachhaltige Entwicklung in Yale lehrt, das World Resources Institute gründete und Chefberater der Nationalen Umweltkommission unter den Präsidenten Carter und Clinton war, vorgelegt hat. Als "umfassend, konkret und widerspruchsfrei" würdigt er Speths Darstellung des Versagens der internationalen Gemeinschaft angesichts der katastrophalen globalen Umweltsituation. Er attestiert Speth, seine Erfahrungen als Pionier des Umweltschutzes geschickt in die Waagschale zu werfen. Seine Vorschläge lobt er als "besonnen präsentiert". Wie Leuchtenmüller berichtet, regt Speth die Gründung einer neuen Organisation an, einer "Weltumweltorganisation", nach dem Modell der Weltgesundheitsorganisation. Dazu lege er einen Maßnahmenkatalog vor, der Bekanntes auf seinen Wert abklopfe und ihm einen sinnvollen Platz in einer erschöpfenden Strategie zuweise. Speths Begründung, warum künftig die Destruktionskraft der Globalisierung dominieren dürfte, hält Leuchtenmüller für "stichhaltig". Er begrüßt aber auch, dass Speth Siege des Naturschutzes anerkennt und optimistisch bleibt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2005

James Gustave Speths Nüchternheit, wenn er die Erfolge und Rückschläge der Umweltpolitik der vergangenen 40 Jahr beschreibt, gefällt Wilfried von Bredow ausgenommen gut. Man merke dem Umweltwissenschaftler Speth an, dass er sich schon lange mit der Problematik herumschlage und es zudem als ehemaliger Berater zweier US-Präsidenten gewohnt ist, seine Einschätzungen auch Laien zu vermitteln. Obwohl die Bilanz "pechschwarz" ausfalle, lasse sich der Autor niemals zu "billiger Schuldzuweisung" hinreißen und beschäftige sich neben der Diagnostik auch mit Ratschlägen, wie man die Lage in Zukunft verbessern kann. Sein "Acht-Wege-Programm" höre sich zwar auf den ersten Blick "allgemein und wenig verbindlich" an, doch belege Speth im Anschluss, dass nicht wenige Menschen schon in dieser Richtung unterwegs sind.

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Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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