Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Iwan Bunin

Am Ursprung der Tage

Frühe Erzählungen 1890 - 1909

Cover: Am Ursprung der Tage

Dörlemann Verlag, Zürich 2010
ISBN-10 3908777607
ISBN-13 9783908777601
Gebunden, 286 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg. Die frühen, zwischen 1890 und 1909 publizierten Erzählungen spiegeln die literarische Entwicklung Bunins von seinen noch fast jugendlichen Anfängen bis zu der Zeit, als er in Russland bereits ein angesehener Autor war, der 1909 den prestigeträchtigen Puschkinpreis erhielt und Ehrenmitglied der Akademie wurde. Die vorliegenden Erzählungen zeigen mit großer Schärfe die tiefen wirtschaftlichen Probleme, den Hunger, den Niedergang des kleinen Adels, die erzwungene Auswanderung zahlreicher Bauern. Doch richtet sich der Blick unvoreingenommen auf die Menschen selbst, auf die manchmal skurrilen Landbewohner, die kleinen Momente von Glück und Trauer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.01.2011

Folgen wir Judith von Sternburg, gibt es was zu entdecken. Einen zum Dichter Berufenen und unangestrengte Meisterschaft. Zu begutachten in siebzehn Prosastücken von ausgesuchter Handlung und überzeugendem Ton. Das mitunter Skizzenhafte stört die Rezensentin nicht. Immer wieder entschädigen sie intensiv geschilderte Naturstimmungen und Seelenlagen, Bilder aus dem Alltag einer dem ökonomischen Untergang geweihten Landbevölkerung. Dass Iwan Bunin eher sparsam erzählt, deutet Sternburg positiv als individuellen, ideologisch freien Blick und Ausdruck.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2010

Völlig hingerissen zeigt sich Ilma Rakusa von diesen frühen Erzählungen Iwan Bunins. Sie würdigt den Autor, der 1933 in der Emigration den Nobelpreis erhielt, als einen der "bedeutendsten russischen Prosastilisten". Großartig findet sie, wie in den siebzehn vorliegenden Erzählungen Sprache und Stoff zueinander finden. Ebenso suggestiv wie sublim erzählen die Texte für sie von den Leiden und Freuden eines Kindes, vom Leben des Landadels, von Bauern, Bettlern, porträtieren ironisch Städter, die es sich auf dem Land gut gehen lassen, und stimmen gelegentlich auch einen ergreifenden melancholischen Ton an. Rakusa schwärmt vom Talent des Autors, poetisch zu verdichten, Momente so zu beschreiben, dass sie "Tiefe und Weite entfalten und zauberisch zu leuchten beginnen". Auch Bunins Beschwörungen der Natur, die in den Erzählungen als "grandios schöner oder schrecklicher Begleiter menschlichen Tuns" erscheint, haben sie zutiefst beeindruckt und bewegt. Mit hohem Lob bedenkt die Rezensentin auch die Dorothea Trottenberg Übersetzung und Thomas Grobs fundiertes Nachwort. Ihr Fazit: "Meisterhaft".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren