Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Istvan Eörsi

Hiob und Heine

Passagiere im Niemandsland

Cover: Hiob und Heine

Wieser Verlag, Klagenfurt 1999
ISBN-10 3851292936
ISBN-13 9783851292930
Gebunden, 338 Seiten, 22,96 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Ungarischen von Gregor Mayer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2000

Istvan Eörsi zeichnet ein Doppelporträt: die Bibelfigur Hiob auf der einen, der "ironische Hiob" Heinrich Heine auf der anderen Seite, erklärt Tilman Spreckelsen. Die Qualitäten der beiden keinem Genre so recht zuordenbaren Texte verhalten sich nach Ansicht des Rezensenten geradezu spiegelbildlich. Im Falle Hiobs überzeugt ihn die Erzählung, während ihm die reflexiven Passagen nicht immer schlüssig vorkommen. Umgekehrt verhält es sich, so der Rezensent, bei Heine: im erzählerischen Teil sei die Darstellung des Dichters "zuweilen ärgerlich künstlich" geraten, umgekehrt leuchte die Interpretation von Heines "unbezwingbarer Neigung zur Krankheit" als Selbststilisierung zu einer Hiob-Figur ein.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999

Ein großes Lob von Jörg Drews erhält der Autor für sein "religiöses Fragen (ohne Gott) und sein philosophisches Fragen (ohne Metaphysik)". Befragt hat der ungarische Autor die biblische Figur des Hiob und den Dichter Heinrich Heine, hat ihr Leiden und ihre Klagen zum Thema gemacht, König Lear und KZ-Häftlinge neben sie gestellt und ist, so Drews, zu dem Schluss gekommen, dass keine Schuld "das Unglück als Strafe rechtfertigt". Das Doppelportrait Hiob/Heine, das dabei entstanden ist, sei "die grösste Leistung" dieses temperamentvollen, düsteren und doch auch witzigen Buches.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren