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Istvan Dioszegi
Bismarck und Andrassy
Ungarn in der deutschen Machtpolitik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Klappentext
Aus dem Ungarischen von Albrecht Friedrich.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2000
Es empfiehlt sich, beim Lesen der Buchbesprechung einen Geschichtslexikon zur Hand zu haben. NZZ-Rezensent Peter Stadler führt den Leser recht minuziös durch die Verschränkungen ungarisch-österreichisch-deutscher Geschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Studie von Istvàn Diòszegi widmet sich offenbar dem Aufstieg und Niedergang des ungarischen Politikers Graf Julia Andrassy innerhalb von Österreich-Ungarn: 1871 wurde er vom Kaiser Franz Josef zum Premier- und Außenminister der Doppelmonarchie ernannt. Dies geschah nicht zuletzt, um Bismarck zu "beruhigen". Der Rezensent zeichnet dann viele Details in den Beziehungen dieser Länder durchblicken, wobei auch die Reaktionen Englands und Russlands nicht ausgespart bleiben. Allerdings habe der Autor als "außenpolitischer Historiker" die sozial-wirtschaftliche Wandlung Ungarns ausgeblendet. Dennoch wird das Buch als "ein fesselndes Doppelportrait" gelobt, das nicht zuletzt neue Einblicke in Bismarcks Außenpolitik ermögliche.
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