Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Israel Finkelstein, Neil A. Silberman

David und Salomo

Archäologen entschlüsseln einen Mythos

Cover: David und Salomo

C. H. Beck Verlag, München 2006
ISBN-10 3406546765
ISBN-13 9783406546761
Gebunden, 298 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Rita Seuß. Die Autoren beschreiben die überraschende archäologische Wahrheit über die legendären Könige David und Salomo, deren Bild Judentum und Christentum maßgeblich geprägt hat. Sie zeigen, was der historische Kern der Sagen ist und wie die Legenden im Laufe vieler Jahrhunderte immer wieder im Interesse politischer und religiöser Machtansprüche umgearbeitet und erweitert wurden.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
David und Salomo - eine Leseprobe bei C.H. Beck!

Rezension Perlentaucher

Die Autoren schreiben: "Davids Guerillatruppe ist schnell und mobil. Davids Methoden sind Erpressung, Entführung, Täuschung und körperliche Gewalt." Man kann diese Zeilen nicht lesen, ohne daran zu denken, wie viele in Israel heute die Führung der Palästinenser exakt so charakterisieren. Hier liegt, ganz abgesehen von der Frage nach der historischen Wahrheit, der Sprengstoff von Finkelsteins und Silbermans Entmythologisierung...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 31.10.2006

Eine "spannende Lektüre" hat David Oels zu Israel Finkelsteins und Neil A. Silbermans Buch über den Mythos von "David und Salomo" zu vermelden. Überzeugend findet er das Argument der Autoren, dass die dürftigen archäologischen Belege keinerlei Anhaltspunkte für die Sage von den legendären Königen David und Salomo geben. Allerdings betrachten die Autoren David und Salomo auch nicht als fiktive Gestalten. Vielmehr zeichnen sie anhand der vorhandenen archäologischen Funde, der historischen Quellen und einer akribischen Lektüre einschlägiger Texte des alten Testaments eine alternative Geschichte des historischen David und der Genese seiner Legende in der Bibel. Danach handelte es sich bei David um einen Räuberhauptmann, der zum Stammesführer aufstieg, einem Held wie Robin Hood. Oels bescheinigt den Autoren auch, anschaulich die Funktionen der Legenden von David und Salomo herauszuarbeiten. Deutlich wird für ihn dabei, dass die Salomo-Legende etwa die Teilnahme am "globalisierten" Fernhandel der damaligen Welt unter König Manasse rechtfertigen sollte.

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