Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Stefanie Schafflerde Vries. Der gealterte Theaterdirektor und Schauspieler Charles Arrowby will seiner Londoner Scheinwelt entfliehen; es zieht ihn zum Meer, in ein einsames Haus. Auf der Londoner Bühne hatte er oft Shakespeares Prospero gespielt - nun möchte er der sich selbst bespiegelnden Magie und Zauberei abschwören, die zunehmend auch sein Leben bestimmte. Doch in seinem selbstgewählten Eremitendasein tritt genau das Gegenteil ein: Theater und Leben scheinen sich für Arrowby immer stärker zu vermengen. Endgültig kommt es zur Krise, als er erfährt, daß seine alte Jugendliebe im Nachbarort wohnt. Sie ist unglücklich verheiratet, und Charles versucht mit allen Mitteln, sie wieder für sich zu gewinnen ...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.12.2000
Barbara von Becker findet, dass dieses 1978 erstmals erschienene Buch, für das Murdoch den Booker Preis erhielt, noch heute von "erfrischender Aktualität" ist. Erzählt wird die "zeitlose" Geschichte eines "intelligent monologisierenden, arroganten Machos", der sich in ein Haus am Meer zurückgezogen hat und feststellen muss, dass seine große Liebe, die einzige, die ihn nie erhört, sondern einen anderen geheiratet hat, ganz in der Nähe lebt. Ohne zu fragen, ob seine Gefühle erwidert werden, beschließt er, seine Jugendliebe - spät, aber wenigstens doch noch - zu erobern. Sein wahrer Gegenspieler ist jedoch nicht die Frau, sondern das Meer, dessen "unendliche Magie" Murdoch in "großen poetischen Passagen" einfängt, schreibt Becker. Die Rezensentin warnt den Leser vor einigen Längen in dieser Geschichte, ermuntert jedoch gleichzeitig zur Lektüre, indem sie betont, dass gerade die "redundanten Wiederholungen" der Gedanken des Macho-Helden dem Roman seine moderne realpsychologische Struktur geben. Ausdrücklich gelobt wird auch die "locker unterhaltsame" Übersetzung Stefanie Schaffer de Vries`.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2000
Mit Lob und Preis für die Schriftstellerin Iris Murdoch insgesamt beginnt Harald Hartung seine Rezension. Eine "Meisterin der erzählerischen Magie" sei sie gewesen, schon "postmodern, ehe der Ausdruck in Schwang" gekommen sei. Den vorliegenden Roman mochte er trotzdem nicht. Da sei also Charles, ein alter Junggeselle und Theatermensch, der mit der Aufzeichnung seiner Memoiren beginne und seine Lebensgeschichte noch einmal imaginiere. Auf der Welle dieser Imagination reitet Hartung eine Weile mit, stellt aber fest, dass sich eine tiefer Teilnahme für das Geschehen nicht einstellen will. "Warum lässt mich das kalt?" fragt er etwas irritiert, während er "nervös, zwischen Unlust und Spannung" weiterliest. Dann merkt er, dass es der Protagonist selber ist, der "unser anfängliches Interesse" verscherzt. Dessen Selbstbezichtigungen erscheinen dem Rezensenten nicht so ganz glaubwürdig zu sein, das ganze Personal des Buches bleibt ihm doch fremd. Einzig der Sohn der Jugendfreundin des Protagonisten hat ihn angerührt.
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Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
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Herausgegeben von Dirk Braunstein. Die Vorlesung über "Philosophie und Soziologie" aus dem Sommersemester ...
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Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







