Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Inszenierung von Authentizität

Theatralität Band 1

Cover: Inszenierung von Authentizität

A. Francke Verlag, Tübingen 2000
ISBN-10 3772029418
ISBN-13 9783772029417
Broschiert, 366 Seiten, 39,88 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Erika Fischer-Lichte und Isabel Pflug unter Mitarbeit von Christian Horn und Matthias Warstat. Der vorliegende Band stellt einen Beitrag zur Debatte um Status und Begriff von Wirklichkeit dar. Es geht um die Frage ihres Konstruiertseins oder ihrer empirischen Vorgängigkeit, um die Frage ihrer Ästhetisierung und damit um die Frage nach der Gültigkeit der für unsere Kultur traditionellen Entgegensetzungen der positiv besetzten Begriffe Sein, Wahrheit, Authentizität mit den negativ besetzten Schein, Simulation, Simulakrum. In dieser Debatte fällt dem Inszenierungsbegriff eine Schlüsselfunktion zu. Denn Inszenierung lässt sich zwar einerseits als "Simulation" begreifen; andererseits ist aber gerade diese Simulation allein dazu fähig, Sein, Wahrheit, Authentizität zur Erscheinung zu bringen. Unter dem Oberthema "Inszenierung von Authentizität" haben sich die Autoren dieses Bandes mit der kulturellen Bedeutung des Inszenierungsbegriffs auseinandergesetzt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.09.2000

Theatralität - ein weiter Begriff, ein weites Feld, das in den letzten Jahren die Kulturwissenschaften zu beackern begonnen haben, dank eines von der DFG ins Leben gerufenen interdisziplinären Forschungsprogramms, über dessen theoretische Implikationen Marco Baschera in seiner Rezension ausführlich berichtet. Als widersprüchliche Begrifflichkeiten lassen sich Inszenierung und Authentizität neu und anders zusammenbringen und in den verschiedensten Bereichen durchspielen. Baschera verweist auf einige interessante Aufsätze des Sammelbandes, u.a. den der Ethnologen Klaus-Peter Köpping und Burkhard Schneppel, die den Blick des Fremden auf sich als eine Art "theatralischer Verdoppelung am eigenen Leib" beschreiben und für ihre Wissenschaft fruchtbar machen. Hierbei geht es um die reflexive Dimension des Theaters, wie Baschera schreibt. Es gebe nämlich einen wesentlichen Unterschied zwischen theatraler und medialer Inszenierung, den viele Autoren des besprochenen Bandes leider außer Acht ließen. Dort, wo sich die Medien dazwischenschalteten, im Bereich der Werbung oder Politik, gehe es darum, die Mittel der Inszenierung unsichtbar zu machen, das Theaterhafte der Darstellung zu verwischen. Das kritische Moment der Inszenierung von Authentizität geht dabei verloren, merkt der Rezensent an.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren