Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Inka Parei

Die Schattenboxerin

Roman

Cover: Die Schattenboxerin

Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN-10 3895611050
ISBN-13 9783895611056
Gebunden, 192 Seiten, 17,38 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Hell, die "Schattenboxerin", lebt in Berlin,im verotteten Seitenflügel eines ehemals vornehmen jüdischen Mietshauses. Ihr gegenüber wohnt die Dunkel, mit der sie nicht mehr verbindet, als das Klo auf halber Treppe. Die beiden Frauen sind die letzten Bewohner des Hauses, eine stille, zurückgezogene Gemeinschaft. Als eines Tages jedoch die Dunkel spurlos verschwindet, macht sich Hell auf die Suche nach der Hausgenossin. Die Spur führt zu März, einem jungen Mann, der mit Hilfe eines alten Fotos seinen Ostberliner Vater sucht und im Rucksackdie Beute eines Bankraubs mit sich herumträgt. Er kennt die Dunkel von früher, hat sie in Berlin getroffen und wieder verloren. Ihre Spurensuche führt sie aber auch zu jenem Vergewaltiger, dessen Tat sie dazu brachte, asiatische Kampfkunst zu lernen, eine Schattenboxerin zu werden...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.11.1999

Kolja Mensing schildert diesen Roman als eine "Detektivgeschichte, und zwar eine ziemlich elegante", und freut sich, dass die deutschen Autoren der jüngeren Generation "richtig gut und spannend schreiben können". Besonders gefällt ihm das Berlin-Bild bei Parei. Mensing meint, dass die Gattung des Berlin-Romans hier an ein Ende angelangt sei und dass Parei zeige, wie man sich Berlin nun von den Rändern her neu erschließen müsse.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.11.1999

Noch ein Berlin-Roman. Manchmal findet ihn Katharina Döbler in ihrer Kritik etwas zu bemüht, etwa in der Wahl der Namen der beiden Frauen, die da in einem kalten Seitenflügel in Berlin gegenüberwohnen: "Hell" und "Dunkel". Aber Pareis Prosa besteche durch die Konstruktion und vor allem durch die extrem kalte und präzise Prosa mancher Passagen, etwa wenn Parei den Kampf der nach einer Vergewaltigung kung-fu-geschulten "Hell" gegen zwei Schutzgelderpresser erzählt: mit "klirrender Sachlichkeit" würden da die Körper und Wunden präsentiert. Auch in der Schilderung mancher Stadtlandschaften erkennt Döbler ein "großes Talent". Darum verzeiht sie auch die literarischen Schwächen des Romans.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren