Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ingrid Betancourt

Die Wut in meinem Herzen

List Verlag, München 2002
ISBN-10 3471794557
ISBN-13 9783471794555
Gebunden, 304 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Christiane Filius-Jehne. Bereits als Kind verfolgte Ingrid Betancourt die lebhaften Diskussionen ihrer Eltern mit Freunden wie Pablo Neruda und Gabriel Garcia Marquez im französischen Exil. Und mit 29 Jahren stand ihr Entschluss fest: Gemeinsam mit ihren beiden Kindern kehrte sie in ihr Heimatland Kolumbien zurück, um dort für eine bessere Zukunft zu kämpfen. "Zweimal schon hat die Mafia versucht, mich zu töten. Ich bin mir der Gefahr bewusst, aber ich lasse mich nicht einschüchtern." Ingrid Betancourt erzählt von ihrem Leben, das sie dem Kampf gegen die Korruption gewidmet hat, auch wenn dies die alltägliche Bedrohung für sie selbst bedeutet - und die Trennung von ihren Kindern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.07.2002

"Eine schonungslose, kenntnisreiche Abrechnung mit Korruption und Drogenmafia in Kolumbien" sieht Ingrid Müller-Münch in dem politischen Tagebuch der unbequemen kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt. Die politischen Umstände, wie die Rezensentin schildert, machten es nicht verwunderlich, dass das Buch in Frankreich inzwischen ein Bestseller sei: Das Buch darf in Kolumbien nicht erscheinen, Betancourt selbst ist im Februar von der Farc-Guerilla entführt worden, das Interesse der Staatsführung, die nimmermüde Kritikerin an den Verhältnissen im "Ganoven-Staat" gegen inhaftierte Rebellen auszustauschen ist natürlich gering. So lobt Müller-Münch, dass Betancourts "politisches Testament" auch dem mit Kolumbien nicht vertrauten Leser das Land nahe bringe und das von der Mafia durchsetzte Regime entlarve. Betancourt schreibt "mit Sprachwitz" und "Leidenschaft", so die Rezensentin, "ihre dezenten Überschätzungen der eigenen Person verzeiht man ihr gerne".

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.05.2002

"Beklemmend" und "erschreckend" sind die richtigen Beiwörter für diese politische Autobiografie. Beklemmend findet Frank Niess, wie die Autorin, die im Februar verschwundene kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, ihre Flucht vor den "Auftragskillern der politischen Klasse" beschreibt, "erschreckend anschaulich" ist ihre Schilderung des allgegenwärtigen Terrors und der Korruption in Kolumbien, gegen die Betancourt gekämpft hat. Das Ganze lese sich "wie ein Krimi", schreibt Niess, den es allerdings überrascht, dass Betancourt erst ganz am Schluss auf "andere Seiten des Terrors" zu sprechen kommt: auf die rechten Paramilitärs und auf die linken FARC-Rebellen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren