Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Die komplexe Geschichte des Wohnens wird in der gesamten zeitlichen Bandbreite von 1945 bis heute jeweils in Einzelkapiteln unter politischen und ökonomischen, unter sozialen und soziolgischen, unter stadtentwicklungs-, architektonischen und innenräumlichen Aspekten analysiert und beschrieben. Die Fülle des schriftlichen Materials ergänzen zahlreiche Abbildungen, die das Wohnen in der Großstadt, im ländlichen Raum, im Alt- und Neubau, im Einfamilien- und im mehrgeschossigen Wohnungsbau dokumentieren und kommentieren.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2000
Für das Lesen und Beschauen der fünf gewichtigen Bände wünscht sich Ira Mazzoni ein "Bücherrad", in dem man mehrere Bücher auf umeinander rotierenden Pulten vergleichend lesen könnte. Aber auch ohne das ist ihr ein wichtiges Detail aufgefallen: dass nämlich die früheren Bände - die frühere Perioden des Wohnens vorstellen und abbilden - wesentlich mehr "konkrete Sozialgeschichte" bieten als der 5.Band. Nachdem sie einige Beispiele einer solchen Konkretion aus den früheren Bänden zitiert hat, fragt sie sich nach den Gründen und gerät in eine Abhandlung über das Versagen der modernen Architektur gegenüber dem Wohnen. Bei Architekturpreisen machen "Erbauer von Museen das Rennen" und "kaum ein Entwerfer einer Wohnanlage". Ira Mazzoni kritisiert insofern auch die eher um Konzepte bedachten Beiträge dieses Bandes, die zu "langweiligen Wiederholungen" führen und bezweifelt die Behauptung der Herausgeberin Ingeborg Flagge, der Wohnungsbau sei in den neunziger Jahren "reicher, detaillierter und gestalterisch anspruchsvoller geworden". Vielmehr findet sie, die Architektur hat auf die Abkehr von der Familie und dem Trend zur Zurückverlegung der Arbeit ins Haus ungenügend reagiert und bescheide sich mit der routinierten Hierarchisierung der Räume, die sie nach wie vor in "Laborküche", Wohnzimmer, Schlaf- und Kinderzimmer teile. Diese Lebensnähe fehlt der Rezensentin offensichtlich nicht nur in der Wohnarchitektur selbst sondern auch ihrer Darstellung in diesem Band.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.12.1999
Ein über zehn Kilo schweres Werk im "Lexikonformat", das in seinem chronologischen Aufbau Geschichte und Geschichten, Illustrationen aller Art, selbst thematisch passende Gedichte, Fußnoten (an den Rand gestellt, d.h. gut lesbar) und schließlich lange Listen für weiterführende Literatur enthält, schreibt Manfred Sack. Er lobt besonders die Bände 4 (1996 als erster erschienen) und 5 als "mit gut geschriebenen Aufsätzen" bestückt, moniert aber vor allem Band 1, dessen Autoren allzu detailliert von der Frühgeschichte bis zur Antike noch über "die letzte Tonscherbe" Auskunft geben, das Wesentliche jedoch aus dem Auge verlieren. Überrascht haben den Rezensenten, dass jeder behandelte Zeitabschnitt wieder mit Überraschungen aufwarten kann, ob es um städtebauliche Details wie Lagerhäuser und Kanalisationssysteme geht oder um soziale Themen wie Gewerbefreiheit und Wohnungsnot. Sack meint, der hohe Anspruch und die Beharrlichkeit, mit denen die Wüstenrot Stiftung sich für das Projekt engagiert hat, habe eine "außerordentliche kollektive Leistung" hervorgebracht, die auch einige Wermutstropfen vertragen kann, so wie die Ungereimtheit, dass Band 1 in die Ferne bis zum Nil schweifen darf, während ab Band 2 nur das Wohnen "hierzulande" thematisiert ist.
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Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
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Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







