Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Indien einst und jetzt
Klappentext
Herausgegeben von Rudrangshu Mukherjee und Vir Sanghvi. Aus dem Englischen von Christel Klink und Stefanie Schaeffler. Bildrecherche und Auswahl von Pramod Kapoor. Mit 7 Ausklapptafeln, ca. 105 Farb- und 120 s/w-Fotos, 5 handcoloriert. Es gibt nur wenige Länder, in denen Vergangenheit und Gegenwart eine so faszinierende Symbiose eingehen wie in Indien, und wahrscheinlich keines, dessen Kultur fremde Einflüsse so mühelos in sich aufnimmt. Dieses Buch spielt auf faszinierende Weise mit dieser Beziehung - indem es sich von zwei Richtungen lesen lässt. Es sind eigentlich zwei Bücher: "Indien einst" zeigt das Indien der Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeit 1947; "Indien jetzt" spannt einen aktuellen Bogen über die vibrierende Vielfalt dieses unfassbaren Landes.
In "Indien einst" beschreibt der Autor Rudrangshu Mukherjee die Geschichte des Subkontinents. Das Besondere an diesem Buchteil sind die historischen Fotos, von denen viele bisher unveröffentlicht sind. Diese Archivschätze stammen zum Teil aus Privatarchiven aus aller Welt. Zu den faszinierendsten Aufnahmen im Buch gehören zweifellos die des italienischen Fotopioniers Felice Beato. Er bereiste als einer der ersten Fotografen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Länder Asiens. Sein Blick war zwar zeitgenössisch kolonial, doch sind seine Aufnahmen vom Alltagsleben der Menschen einzigartig.
Ebenso beeindruckend ist der zweite Teil des Buches: "Indien jetzt". Dieser Subkontinent ist schier unfassbar: über eine Milliarde Einwohner, 625 Sprachen, eine Jahrtausende alte Geschichte! Der Autor Vir Sanghvi schildert kenntnisreich und spannend, welch rasante Veränderungen Indien vor allem in den 1990er-Jahren durchgemacht hat. Das scheinbar zufällige, bunte Nebeneinander der Fotos aus allen Lebensbereichen zeigt Indien als pulsierendes Land, das für Europäer eine starke Anziehungskraft ausübt.
Rezension Perlentaucher
Ein Bildband, der alte Aufnahmen aus dem Raj und solche aus dem heutigen Indien vereint. Als Zeitungsjournalist war ich mächtig beeindruckt von einer Aufnahme, deren Entstehungsjahr nicht mitgeteilt wird, die die Mitarbeiter der Times of India zeigt. Sie stehen vor dem von mächtigen Säulen getragenen Verlagsgebäude. Es sind ausschließlich Männer und es sind - ich habe bei 217 aufgehört, weiter zu zählen - vor allem Inder in fast allen Hautfarben und mit allen möglichen Kopfbedeckungen. Nur höchstens ein Dutzend war barhäuptig. In der ersten Reihe saßen sieben Weiße, die meisten in weißen Anzügen, ihre Kopfbedeckungen auf den Schößen. Man könnte sich das Bild stundenlang anschauen und stieße auf immer subtilere Formen des Kolonialismus...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
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Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen








