Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Imre Kertesz

Opfer und Henker

Cover: Opfer und Henker

Transit Buchverlag, Berlin 2007
ISBN 9783887472207
Gebunden, 86 Seiten, 14,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Ungarischen von Christian Polzin, Ilma Rakusa; Agnes Relle und Kristin Schwamm. In "Weltbürger und Pilger" bietet Imre Kertesz eine moderne Interpretation der Geschichte aus dem Alten Testament; es geht um die Konkurrenz von Lebenskunst und Apathie, von melancholischer Eleganz und gewalttätigem Neid, eine Konkurrenz, die im Mord gipfelt, den Täter aber nicht erlöst, sondern sein Elend nur verlängert. "Ich, der Henker" enthält den ersten Prosatext, den Kertesz schrieb, bevor er 1960 die Arbeit an seinem großen "Roman eines Schicksallosen" aufnahm. Wir werden mit zwei Männern konfrontiert, die ihrer Sache, ihrer Geschichte, ihrer Schuld bzw. Unschuld absolut sicher sind. Der überraschende Schluss beweist die Fragwürdigkeit moralischer Überlegenheit: die biografisch schlüssigen Rechtfertigungen des Henkers provozieren die Erkenntnis seines Gegenübers, dessen "besseres" Leben sei nichts anderes als die Summe zufälliger Umstände. In den beiden Texten über Berlin und Budapest wird die existentielle Frage, wo will ich leben, auf biographisch erhellende und faszinierende Weise gelöst - auch hier der Kontrast zwischen den Zwängen eines diktierten Lebens und dem ersehnten Genuss von Freiheit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.07.2007

Neu, schickt Jörg Platz seiner kurzen Besprechung dieses Bandes vorweg, sind diese Essays des ungarischen Nobelpreiträgers Imre Kertesz nicht. Der älteste, im Stil einer Selbstrechtfertigung verfasste Text stammt aus den fünfziger Jahren, der jüngste aus dem Jahr 1998. Und doch hat den Rezensenten verwundert, wie ausschließlich sie alle "um die gleiche Frage kreisen": Immer geht es, so Plath berührt, um die Selbsterforschung, den Verlust der Persönlichkeit im Nationalsozialismus und ihre ästhetische Bearbeitung.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.05.2007

Der Titel umschreibt für Rezensentin Franziska Augstein treffend die beiden Themen der Textsammlung. Zugleich sei damit aber auch angezeigt, dass es sich um eine wesentliche Publikation von Imre Kertesz handele. Schon die erste Kurzgeschichte über Kain und Abel, in der Gott den Kürzeren ziehe, sei sowohl "witzig" als auch grausam in der Schlussfolgerung, dass der Henker nun mal der Sieger sei. Beim zweiten Thema "Opfer" beziehungsweise dem den Überlebenden möglichen Leben verweise Imre Kertesz auf sein literarisches Werk, mit dem er den Deutschen "vielleicht" das Grauen in ihrer Sprache "zurückgegeben" habe. Der Transit Buchverlag, lobt die Rezensentin, habe nicht allein wichtige Arbeiten des Autors vorgelegt, er präsentiere sie auch in einer "schönen" Ausgabe.

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Imre Kertesz

Imre Kertesz, geboren 1929 in Budapest, wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und 1945 in Buchenwald befreit. Sein autobiografischer "Roman eines Schicksallosen", den er Anfang der 70er Jahre abgeschlossen hatte, wurde ... mehr lesen

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Hebel, Johann Peter: Predigten. 'Die Morgenröthe der Aufklärung, die Milderung der Sitten'

Bestellen bei buecher.deCover: Predigten

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Sämtliche Predigten Johann Peter Hebels. Herausgegeben von Thomas K. Kuhn und Hans-Jürgen Schmidt. Der in Basel in bescheidenen Verhältnissen geborene Johann Peter Hebel (1760-1826), ist vor allem als erfolgreicher Volksschriftsteller und Popularästhet bekannt. Seine "Alemannischen Gedichte" wie auch seine Kalendergeschichten... mehr lesen

Knigge, Adolph Freiherr: Adolph Freiherr Knigge: Werke in vier Bänden.

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Straub, Eberhard: Zur Tyrannei der Werte.

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Seit dem 11. September werden in der westlichen Welt dem Phantomwert der Sicherheit Stück für Stück Freiheitsrechte geopfert. Doch wir erleben nicht nur die Totalökonomisierung der Welt, sogar ein Militärbündnis wie die NATO wird zur "westlichen Wertegemeinschaft" überhöht. Eberhard Straub rechnet in... mehr lesen

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Ackermann, Ulrike: Eros der Freiheit. Plädoyer für eine radikale Aufklärung

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Die individuelle Freiheit ist die größte Errungenschaft der Moderne. Mehr denn je ist eine Neubestimmung des Verhältnisses von politischer und individueller Freiheit notwendig. Dieser Essay handelt von den Fallstricken der Freiheit ebenso wie von ihren Potentialen, von ihrem Dilemma, das uns spätestens seit der Aufklärung... mehr lesen

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