Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hugo von Hofmannsthal

Hugo von Hofmannsthal: Sämtliche Werke in 38 Bänden. Kritische Ausgabe

Band 25/2 Operndichtungen. Teilband 3/2: Die ägyptische Helena; Opern- und Singspielpläne

Cover: Hugo von Hofmannsthal: Sämtliche Werke in 38 Bänden. Kritische Ausgabe

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN-10 3107315451
ISBN-13 9783107315451
Gebunden, 656 Seiten, 203,49 EUR

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Klappentext

Veranstaltet vom Freien Deutschen Hochstift. Herausgegeben von Rudolf Hirsch und anderen. Die Edition bietet das gesamte, heute über mehrere Archive verstreute handschriftliche Material zu dem Werk und verfolgt unter Heranziehung zahlreicher, bislang unpublizierter Zeugnisse dessen Entstehung von einer frühen Konzeption als Farce (1919) bis hin zu der in Zusammenarbeit mit Richard Strauss über mehrere Zwischenstadien erreichten Endfassung (1924), aus der schließlich das Libretto hervorgeht. (Die Uraufführung der 1925 - 1927 komponierten Oper fand 1928 in Dresden statt.) Der reichhaltige Kommentar erschließt darüber hinaus eine Vielzahl bislang unbekannter Quellen. Ergänzt wird der Band durch sieben zwischen 1895 und 1923 notierte Opern- und Singspielpläne, die an Motive von Goethe, Heine und Schubert sowie aus 1001 Nacht anknüpfen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2002

Sehr eingehend widmet sich Rezensent Friedrich Dieckmann diesem Band der Gesamtausgabe von Hofmannsthals Werken, wobei er zunächst zu bedenken gibt, dass historisch-kritische Editionen die Breite ihrer Darstellung nicht von der Stellung des einzelnen Werks, sondern von der Quellenlage abhängig machen. Und so lässt Dieckmann keinen Zweifel daran, dass er das Opernlibretto "Ägyptische Helena", das fast den ganzen Band füllt, für ein "problematisches Produkt" hält, das nicht zu den Meisterleistungen Hofmannsthals gehört. Die Oper, die der Schriftsteller zusammen mit Richard Strauss schuf, sei von "tiefer Ratlosigkeit" geprägt. Auch auf der Bühne sei sie kein Erfolg gewesen, bemerkt der Rezensent kritisch. Die Edition zeigt nun den Werdegang des Textes, die Kürzungen, Veränderungen, sie liefert Erläuterungen und Anmerkungen, die Dieckmann als aufschlussreich lobt. Allerdings, findet er, kann man es mit den Anmerkungen auch übertreiben, so geschehen, wenn der Ausruf Helenas "Schütze, was dein ist!" auf Verse Goethes oder Schillers zurückgeführt wird. Denn auf einiges, so der Rezensent leicht spöttisch, wird Hofmannsthal auch "ganz von selbst gekommen" sein. Alles in allem aber preist Dieckmann den Band als eindrucksvolle Dokumentation, die zeigt, dass das Schreiben schwer ist - besonders, "wenn man es kann".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren