Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Als Rio Reiser am 20. August 1996 starb, verstummte eine Legende. Keiner sang mit so viel Überzeugung und Inbrunst gegen die herrschenden Verhältnisse an wie der Sänger der Band "Ton Steine Scherben", deren Songs ein Vierteljahrhundert lang als Soundtrack bei Hausbesetzungen dienten. Keiner erzählte in seinen Songs so eindringlich von Sehnsüchten und unglücklicher Liebe. Hollow Skai, der als intimer Kenner Rio Reiser 25 Jahre lang immer wieder interviewt, porträtiert und live erlebt hat, sprach mit Rios Brüdern, Liebhabern und Freunden, Musikern und Managern und schildert anlässlich des 10. Todestages das ganze Leben des Polit-Rockers: Rios Wirken in der Band "Ton Steine Scherben", seine Solo-Karriere nach der Auflösung der Band 1985, seine Arbeit als Theatermusiker und nicht zuletzt seine schwule Identität, seine umstrittene PDS-Mitgliedschaft nach der Wende und seine Alkohol- und Drogensucht. Herausgekommen ist dabei eine kritische Biografie, die Rio Reiser nicht auf seine Scherben-Zeit reduziert, sondern auch aufzeigt, wie groß sein Einfluss auf Gruppen wie "Söhne Mannheims" oder "Wir sind Helden" bis heute ist.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.06.2006
Hollow Skais Biografie über den Sänger Rio Reiser hat Martin Reischke offensichtlich "enttäuscht". Der Rezensent lobt zwar die Bemühungen des Journalisten, das Leben des Sängers sehr ausführlich in 287 Seiten darzustellen. Doch glücklich ist Reischke mit dem Ergebnis nicht. Einerseits erzählt ihm der Autor zu viele Anekdoten, andererseits zu oberflächlich. Einiges hätte sich der Rezensent ausfühlicher gewünscht oder zumindest ein wenig tiefgründiger. Es fehlt der Zusammenhang des Buches, meint Reischke. Hollow Skai, der sich in seinem Buch als großer Fan zu erkennen gibt, versucht objektiv zu bleiben und beschreibt sowohl die positiven als auch die eher negativen Neigungen des Sängers. Dafür hat er sich für Quellen aus zahlreichen Stimmen entschieden, was den Rezensenten allerdings auch ein wenig an eine "Presseschau" erinnert.
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