Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Joachim Kalka. Eins der meistgelesenen amerikanischen Kinderbücher: Kay Thompsons Eloise, mit den kongenialen Illustrationen von Hilary Knight. 1955 zum ersten Mal erschienen, wurde der köstliche Bericht vom unkonventionellen Leben der sechsjährigen Eloise im New Yorker Plaza-Hotel bis heute über zweimillionenmal verkauft. Ein Nachbau von Eloises Hotelzimmer befindet sich im Museum of the City of New York.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.06.2000
Recht amüsiert erzählt Iris Radisch in ihrer Rezension von dem bereits in den fünfziger Jahren erschienenen Buch über die "schärfste Wohlstandsgöre Amerikas". Eloise scheint von den erwachsenen Vorbildern so einiges gelernt zu haben: So tyrannisiert sie das Hotelpersonal mit solch sinnvollen Aufgaben wie "Turnschuhe-Bügeln", führt ihre Schildkröte wie einen Schoßhund an der Leine durch das New Yorker Plaza und läßt auch sonst kaum eine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen, um wen die Welt sich zu drehen hat. Der Erfolg, den das Buch bereits damals hatte, liegt nach Ansicht der Rezensentin vor allem in den Zeichnungen, mit denen Hillary Knight dieses Buch über das "rasende Rumpelstilzchen" illustriert hat.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.04.2000
Wissen Sie, was ein Plaza-Kind ist? Fritz Göttler klärt uns in seiner kurzen Besprechung auf: es ist ein Kind, das in den Mittfünfziger Jahren im New Yorker Plaza-Hotel aufwächst, so wie Autorin und Illustratorin dieses kleines Büchleins über Plaza-Kind Eloise; es sind Kinder von Stars, die vielleicht selbst mal welche werden. Da sieht man im „letzten Glamour“ - an dem die Autorin tatsächlich teilhatte als Musical-Producerin bei MGM - die Nanny in Pantoffeln und dazu dann ihr von angenommener „Grandezza“ verklärtes Gesicht beim Tee im Salon. Kernsatz des Lebens im Hotel: „Das geht alles auf Rechnung“, aber das Kind Eloise will nicht (nur) haben sondern tun: Fahrstuhlfahren, Ausflüge in den Palmengarten und überhaupt Stöbern in endlosen Korridoren und Salons. Es hat einen Terminkalender aber keine „Wurzeln“, wie man das in Europa braucht. Was so einem Wurm als Leben nur bleibt, meint Göttler, sei klar: „Geschichten erfinden, Geschichten erfinden, Geschichten erfinden“. Ob dies Buch als Kinderbuch durchgehen kann oder nur als Geschenk für amerikanomane Freunde, erfährt man dabei leider nicht.
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