Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hermann Beil

Theaternarren leben länger

Hundert und drei Geschichten aus dem Burgtheater

Cover: Theaternarren leben länger

Zsolnay Verlag, Wien 2000
ISBN-10 3552049525
ISBN-13 9783552049529
Gebunden, 178 Seiten, 17,38 EUR

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Klappentext

Das Theater ließ Hermann Beil, Mitdirektor Peymanns und Dramaturg am Wiener Burgtheater, nicht los; es rumorte weiter ohne Unterlaß: die großen Szenen vor und hinter dem Vorhang, scheinbar nebensächliche Begegnungen, Beobachtungen, Bemerkungen, und immer wieder die Dichter und die Darsteller, denen Beils schier unerschütterliche Zuneigung gilt. Er notierte alles - von der ersten Begegnung mit Paula Wessely bis zu George Taboris Hund Gobbo, von Thomas Bernhards Lieblingsdirigenten bis zur sogenannten Sportstücktorte, von einem wundersamen Probenabend bei Giorgio Strehler und den ewigen Kämpfen mit den Behörden - und fügte sie zu ironisch-nachdenklichen Prosastücken und Dialogskizzen, vor denen keiner sicher sein kann.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2000

Sehr unterhaltsam findet der Rezensent mit dem Kürzel "tlm" die Anekdoten, die der Wiener Dramaturg Hermann Beil aus seiner Zeit am Wiener Burgtheater zu berichten hat. 103 "kurze, meist prägnante und amüsante" Geschichten, chronologisch angeordnet, aus den Jahren 1986 bis 1999, erzähle der Weggefährte Claus Peymanns "völlig uneitel" und vermittele damit Einblicke in die Welt des Theaters und in den Schaffensbereich eines Dramaturgen. Beil bietet sowohl Reflexionen über die gesellschaftliche Aufgabe von Theater als auch Anekdoten über einige Künstler, z.B. wie George Tabori und Gert Voss, erklärt der Rezensent.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2000

Gerhard Stadelmaier macht sich in der letzten Zeit ein bißchen rar, was Theaterkritiken angeht. Müssen wir halt mit einer Buchkritik vorlieb nehmen. Auch gut. Es geht um dreizehn Jahre Burgtheater, die Peymanns Erster Dramaturg in 180 "klitzekleinen Kapiteln" beschrieben hat. Stadelmaiers Kritik ist wie ein Kuß, für den er sich zwei Tage nicht rasiert hat, damit es auch ordentlich kratzt. Zwei Dinge weiß er über Beil mitzuteilen: Er lächelt immer, und er schreibt gescheite Programmhefte, die man lesen kann. Was das Lächeln angeht, ist es dem Kritiker nicht unsympathisch, auch wenn er sich fragt: "Wo steht der Mann eigentlich? Der Mann steht nicht, er fällt unaufhörlich: in Theaterliebe". Ohne einen Unterschied zu machen, drücke der Autor jeden an sein Herz. Selbst korrupte Politiker oder ermordete Roma entlocken ihm "lächelndste Bitterkeit", notiert Stadelmaier spitz. Aber dann muß er sich wohl wieder an das Lächeln selbst erinnert haben: Dieses "Liebesbrevier" läßt sich "leicht und glänzend-obenhin" lesen, lobt er noch schnell.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren