Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Herfried Münkler, Marina Münkler
Lexikon der Renaissance
Klappentext
Wie in einem Puzzle fügen sich die insgesamt 81 Artikel dieses Lexikons zum Gesamtbild einer ganzen Epoche zusammen. In einem breiten Themenspektrum werden sowohl kunst- und literaturgeschichtliche als auch sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte der Renaissance beschrieben. Längere Überblicksartikel wie etwa zu Humanismus, Malerei oder Entdeckung und Eroberung, die größere Themenfelder erschließen, werden ergänzt durch kürzere, zum Beispiel biographische, die Portraits der wichtigsten Personen, wie Michelangelo oder Shakespeare, entwerfen. Der Blick richtet sich sowohl auf die Selbstthematisierung der Epoche in Begriffen wie "uomo universale" als auch auf Phänomene, die nur am Rande die Renaissance berühren, wie zum Beispiel der Bauernkrieg.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.07.2001
140 Jahre ist es her, stellt Harm Klueting fest, dass Jacob Burckhardt seine epochale "Kultur der Renaissance in Italien" vorgelegt hat. Seither habe sich das Renaissance-Bild gewandelt, so behaupteten die beiden Herausgeber des angezeigten Lexikons in ihrem Vorwort. Man betone heutzutage nicht mehr so sehr den Bruch gegenüber dem Mittelalter, sondern vielmehr die geschichtliche Kontinuität. Das aber, referiert Klueting die Autoren, berge die Gefahr der Konturenverwischung, zumal die Mentalitätenforschung die Renaissance nur noch als Elitephänomen gelten lasse. Das von den Autoren - einem Politikwissenschaftler und einer Literaturwissenschaftlerin - in Stichworten gezeichnete Profil der Renaissance sieht Klueting insgesamt als gelungen und eigenständig an. Der Schwerpunkt liege auf Italien, bei der Rezeption stehe Deutschland im Mittelpunkt. Schade, so Klueting, dass das Buch, obwohl es die Kunstgeschichte miteinbezieht, auf Abbildungen verzichtet.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.2000
Die Entscheidung des Autorenduos gegen eine geschlossene Gesamtdarstellung und für ein Lexikon hält Marion Lühe für sinnvoll. Die offene Form ermögliche es, neben dem für die Renaissance Typischen ebenso weiterreichende Entwicklungen zu berücksichtigen, die auf diese Epoche "nur" untergründig gewirkt hätten. Lühe bringt eine Reihe von Beispielen, Beiträge in denen die offenzulegende Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen besonders deutlich wird. Bei aller Verkürzung, die der lexikalische Artikel mit sich bringe, schreibt sie, werde das Ziel der Arbeit erreicht: der tiefsitzenden Vorstellung von der Renaissance als einem isolierten Kulturwunder ein differenzierteres, wie Lühe betont, neben den Künsten auch wirtschafts-, sozial- und technikhistorische Aspekte einbeziehendes Bild entgegenzusetzen.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Lukas Hartmann: Räuberleben
Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
Theodor W. Adorno: Philosophie und Soziologie (1960)
Herausgegeben von Dirk Braunstein. Die Vorlesung über "Philosophie und Soziologie" aus dem Sommersemester ...
Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen








