Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Herbert Tröndle
Antworten auf Grundfragen
Ausgewählte Beiträge eines Strafrechtskommentators aus drei Jahrzehnten
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2000
Friedrich Karl Fromme erläutert zunächst, dass es sich hier um eine Zusammenstellung aus dem Strafrechtskommentar Tröndles und zahlreichen Beiträgen in Fachzeitschriften u. ä. handelt. Dabei hebt der Rezensent nicht nur die thematische Vielfalt hervor, sondern betont auch die "überraschende Aktualität" sowie die Unvoreingenommenheit Tröndles, mit der er sich Neuem gegenüber aufgeschlossen zeige. Inhaltlich hebt Fromme besonders Tröndles Mahnungen an Richter hervor, sich nicht zu Überheblichkeit und Hochmut gegenüber Angeklagten hinreißen zu lassen sowie seine Überlegungen zu den Themen Euthanasie und Abtreibung. Gerade bei den gesetzlichen Regelungen zur Abtreibung sehe Tröndle nach wie vor Handlungsbedarf, zumal die jetzige Regelung auch Spätabtreibungen erlaubt, bei denen nicht selten lebensfähige Kinder zur Welt kommen, die ihrem Schicksal überlassen bleiben - also sterben. An anderer Stelle erläutert Fromme Tröndles Überlegungen zur Einzelfallgerechtigkeit, die nach dessen Ansicht nicht nur zur Überlastung der Gericht führt, sondern "nicht selten den Charakter des Zufälligen" trägt. Deutlich wird nach Ansicht des Rezensenten, dass Tröndle zwar zu den "Konservativen" zu zählen ist, jedoch Neuem gegenüber stets aufgeschlossen ist - sofern er eine wirkliche Verbesserung erkennen kann. Dies bezieht sich auch auf seine Einstellung zu zahlreichen Reformen der jetzigen Bundesregierung.
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