Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Herbert Riehl-Heyse

Arbeiten in vermintem Gelände - Macht und Ohnmacht des Journalismus

Theodor-Herzl-Vorlesung

Cover: Arbeiten in vermintem Gelände - Macht und Ohnmacht des Journalismus

Picus Verlag, Wien 2002
ISBN-10 3854527659
ISBN-13 9783854527657
Gebunden, 168 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Wolfgang R. Langenbucher. An prägnanten Beispielen aus der Praxis orientiert, plädiert Herbert Riehl-Heyse für den Qulitätsjournalismus und ein Umfeld, das ihn ermöglicht. Mit einem Blick in die eigene Werkstatt zeigt er, dass die Arbeiten von Journalisten als kulturelle Errungenschaft vor allem im Dienste angeregter und anregender öffentlicher Debatten stehen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.04.2003

Der leitende Redakteur der Süddeutschen Zeitung, Herbert Riehl-Heyse hielt im Mai 2001 vier Vorlesungen über die "Poetik des Journalismus" vor den Wiener Publizistik Studenten. Zusammen mit einigen Artikeln aus den Jahren 2001 und 2002 sind diese hier veröffentlicht worden. Diemut Roether möchte dieses Werk vor allem "Journalisten als Pflichtlektüre empfehlen". Denn hier spreche einer über "stets die gleichen Versuchungen", denen Journalisten erliegen: "der Versuchung zur Faulheit, 'die Journalisten gerne dazu führt, voneinander abzuschreiben', der Versuchung des Herdentriebs, der Versuchung zur Verharmlosung oder Hysterisierung". Gleichzeitig wird dem Leser deutlich, warum Riehl-Heyse "zu Recht als einer der Großen im Journalismus gilt", schwärmt die Rezensentin, weil er seinen Beruf liebe und gleichzeitig eine "kritisch-ironische Distanz" zu ihm bewahren kann. Der Autor plädiere für einen Zeitungsjournalismus als "Gegenprogramm zum Fachidiotentum", weiß aber gleichzeitig, dass seine eigene Zeitung nicht in der Lage sei, diese Aufgabe zu bewältigen. Kein Wunder, befindet Roether, dass es auch Riehl-Heyse schwer falle, da noch Optimismus zu verbreiten. Und "Sisyphos" ähnlich wird Riehl-Heyse auch morgen wieder Artikel schreiben: "wider die deutschen Unsinnsdebatten über den Stolz, wider die Umkehrung der Wichtigkeiten und für den unabhängigen Qualitätsjournalismus", versichert die Rezensentin, und "wie Sisyphos müssen wir ihn uns als einen glücklichen Menschen vorstellen."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren