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Aus dem Archiv
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Michael Assmann (Hrsg.), Herbert Heckmann
Zwischen Kritik und Zuversicht
50 Jahre Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
Klappentext
Zu ihrem 50jährigen Bestehen erscheint ein Band mit Dokumenten zur wechselvollen Geschichte der Akademie. Er enthält eine Chronik der wichtigsten Ereignisse (Informationen zu den Tagungen, Veränderungen im Präsidium, Zuwahlen neuer Mitglieder, interne Auseinandersetzungen, Pläne usw.) sowie zahlreiche Dokumente, die diese Geschichte illustrieren. Der Anhang enthält Daten zu allen Mitgliedern (von 1949 bis heute), ergänzt durch die vergebenen Preise und eine Bibliographie sämtlicher Veröffentlichungen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.05.2000
In zwei Büchern läßt die 1949 gegründete Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihre Geschichte am geneigten Leser vorbeiziehen - so langweilig wie befürchtet, meint Joachim Güntner ganz überrascht, seien die beiden Bücher nicht.
1) Michael Assmann (Hrsg.): "Wie sich selbst sehen" (Wallstein Verlag)
Diesem ausschließlich Antrittsreden versammelnden Buch widmet Güntner nur einen Abschnitt seiner Rezension. Reizvoll findet er die parallele Präsentation so verschiedener Dichtertypen, berühmter und heute kaum noch bekannter Gestalten, langweiliger und geistvoller, ironischer und salbadernder Redner. Diese Autoportraits ließen manche biografische Aufschlüsse zu, schreibt Güntner, und sind darum interessanter im Hinblick auf ihre Verfasser als auf die Geschichte der Akademie.
2) Herbert Heckmann/Michael Assmann (Hrsg.): "Zwischen Kritik und Zuversicht" (Wallstein Verlag)
Die gut 50jährige Geschichte der Akademie steht im Mittelpunkt des zweiten von Walter Assmann (diesmal mit Herbert Eckmann gemeinsam) herausgegebenen Bandes, der dem Rezensenten gefallen hat, da er sachlich verfasst ist und nichts beschönigt. Das Buch enthält eine Chronik sowie Dokumente jeder Art: Briefe, Protokolle, Pressekommentare. Nun habe es nicht besonders viel zu beschönigen gegeben, schreibt Güntner, und führt im folgenden die Schwachpunkte der Akademie auf. Schwer tat sie sich anfangs mit der Eingliederung der Emigranten, exemplarisch aufgerollt am Fall Thomas Mann, glücklos verfolgte sie verschiedene Zeitungsprojekte, lau war ihre öffentliche Ausstrahlung. Aber sie hat verschiedentlich auch aufgemuckt: gegen die atomare Bewaffnung in den 50er Jahren, gegen Rechtschreibreform und "Schundgesetz". Anpasserisch sei die Akademie jedenfalls nicht gewesen, kommt der Rezensent zum Schluss, eher etwas weltfremd.
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