Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Assmann (Hrsg.), Herbert Heckmann

Zwischen Kritik und Zuversicht

50 Jahre Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

Wallstein Verlag, Göttingen 1999
ISBN-10 3892443432
ISBN-13 9783892443438
broschiert, 479 Seiten, 29,65 EUR

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Klappentext

Zu ihrem 50jährigen Bestehen erscheint ein Band mit Dokumenten zur wechselvollen Geschichte der Akademie. Er enthält eine Chronik der wichtigsten Ereignisse (Informationen zu den Tagungen, Veränderungen im Präsidium, Zuwahlen neuer Mitglieder, interne Auseinandersetzungen, Pläne usw.) sowie zahlreiche Dokumente, die diese Geschichte illustrieren. Der Anhang enthält Daten zu allen Mitgliedern (von 1949 bis heute), ergänzt durch die vergebenen Preise und eine Bibliographie sämtlicher Veröffentlichungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.05.2000

In zwei Büchern läßt die 1949 gegründete Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihre Geschichte am geneigten Leser vorbeiziehen - so langweilig wie befürchtet, meint Joachim Güntner ganz überrascht, seien die beiden Bücher nicht.
1) Michael Assmann (Hrsg.): "Wie sich selbst sehen" (Wallstein Verlag)
Diesem ausschließlich Antrittsreden versammelnden Buch widmet Güntner nur einen Abschnitt seiner Rezension. Reizvoll findet er die parallele Präsentation so verschiedener Dichtertypen, berühmter und heute kaum noch bekannter Gestalten, langweiliger und geistvoller, ironischer und salbadernder Redner. Diese Autoportraits ließen manche biografische Aufschlüsse zu, schreibt Güntner, und sind darum interessanter im Hinblick auf ihre Verfasser als auf die Geschichte der Akademie.
2) Herbert Heckmann/Michael Assmann (Hrsg.): "Zwischen Kritik und Zuversicht" (Wallstein Verlag)
Die gut 50jährige Geschichte der Akademie steht im Mittelpunkt des zweiten von Walter Assmann (diesmal mit Herbert Eckmann gemeinsam) herausgegebenen Bandes, der dem Rezensenten gefallen hat, da er sachlich verfasst ist und nichts beschönigt. Das Buch enthält eine Chronik sowie Dokumente jeder Art: Briefe, Protokolle, Pressekommentare. Nun habe es nicht besonders viel zu beschönigen gegeben, schreibt Güntner, und führt im folgenden die Schwachpunkte der Akademie auf. Schwer tat sie sich anfangs mit der Eingliederung der Emigranten, exemplarisch aufgerollt am Fall Thomas Mann, glücklos verfolgte sie verschiedene Zeitungsprojekte, lau war ihre öffentliche Ausstrahlung. Aber sie hat verschiedentlich auch aufgemuckt: gegen die atomare Bewaffnung in den 50er Jahren, gegen Rechtschreibreform und "Schundgesetz". Anpasserisch sei die Akademie jedenfalls nicht gewesen, kommt der Rezensent zum Schluss, eher etwas weltfremd.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren