Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Helmut H. Diederichs (Hrsg.)

Geschichte der Filmtheorie

Kunsttheoretische Texte von Melies bis Arnheim

Cover: Geschichte der Filmtheorie

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3518292528
ISBN-13 9783518292525
Broschiert, 432 Seiten, 14,50 EUR

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Klappentext

Seit seinen aufsehenerregenden und höchst folgenreichen Anfängen ist der Film Gegenstand theoretischer Überlegungen gewesen. Die vorliegende Sammlung macht die zentralen Texte der Theoriegeschichte des Films zugänglich und ordnet die Originaldokumente sowohl zeitlich wie auch nach unterschiedlichen Themengebieten. Dabei wird eine Entwicklung deutlich, die von der Frage nach der Abbildung der Wirklichkeit über die Theorie der Schauspielkunst bis hin zu Fragen des Schnitts und der Montage reicht. Eine ausführliche Einleitung zeichnet die Zusammenhänge der unterschiedlichen Texte nach und gibt weiterführende Informationen. Neben ästhetischen werden auch wahrnehmungs- und kunsttheoretische Fragen ausführlich diskutiert und in ihrem historischen Kontext detailliert dargestellt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.03.2004

Fritz Göttler hat diesen Sammelband, der frühe Texte zur Filmtheorie von Georges Melies bis Sergej M. Eisenstein präsentiert, mit Interesse gelesen. Dabei zeigt sich, dass die Anfänge der Filmtheorie bereits ziemlich "schnell streng, seriös, theoretisch" werden, stellt der Rezensent fest. Erst mit Bela Balazs und Sergej M. Eisenstein geht es in den Texten wieder "freier, frischer, frecher" zu und insbesondere bei ihren Ausführungen zur Filmkunst werde spürbar, dass sie ihr Gebiet als "fröhliche Wissenschaft" empfinden, so ein fast erleichtert wirkender Göttler. Sind die anderen Beiträge doch ziemlich theoretisch, wird bei Eisenstein die "Praxis" beschworen und der Rezensent freut sich an der "frischen" Artikulation des Filmemachers. Mit den "genial assoziativen" Auslassungen zum Film kommt die Theorie des Films dann auch "voll in Fahrt", stellt er befriedigt fest.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2004

Thomas Meders Besprechung dieser von Helmut H. Diederichs herausgegebene Anthologie konzentriert sich vor allem auf eine Kritik der Text-Zusammenstellung. Die Hälfte der hier abgedruckten Texte stammt aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, und hier fragt sich der Rezensent, ob es sich überhaupt um filmtheoretische Texte handelt: "Ist es bereits Filmtheorie, wenn Georges Melies aus der Hexenküche seiner optischen Tricks berichtet?" Und hinsichtlich der Texte aus den zwanziger und dreißiger Jahren, die der Band dann im zweiten Teil versammelt, kritisiert der Rezensent, dass der Eindruck entstehe, in dieser Zeit sei nur in Deutschland und der Sowjetunion anspruchsvoll über Film nachgedacht worden. Und die "formästhetische Mittel" und Kategorien des Herausgebers schließlich, mit deren Hilfe er die Texte zu ordnen versuche, sind für Meder außerdem bloß "Material zu einem Gebäude, das nur auf dem Reißbrett existiert". Freude hatte der Rezensenten nur an einem "glänzenden Stück Wissenschaftsprosa" von Rudolf Arnheim in diesem Band.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren