Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Helen Meier

Liebe Stimme

Ammann Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 3250104124
ISBN-13 9783250104124
Gebunden, 175 Seiten, 18,41 EUR

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Klappentext

In ihrem neuen Band "Liebe Stimme" erzählt Helen Meier die Geschichten von Frauen und Männern mit weit aufgerissenen Herzen. Sie werden geplagt von der Pein der Liebe. Sie brechen aus ihrem bisherigen Leben aus oder geben sich einfach ihren Träumen hin, aus denen sie nur allzu gerne wieder erwachen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2000

In einer Art "erzählerischen Mimikry", so Sabine Doering, schreibt die Autorin in ihren Geschichten vom Begehr nach Liebe. Manches Mal entdecke sich dem Lesenden nur langsam, wer da geliebt wird: der untreue Ehemann, die Tochter oder gar eine Fantasiegestalt. Die Liebe, scheint es, ist immer schmerzlich, oft enttäuschend. Was bleibt ist das Hoffen - auch im Alter noch. Die Liebe, so zitiert die Rezensentin aus dem Buch, sei das "wunderbar unerforschte, letzte Land", das es zu entdecken gilt. Helen Meier, die 1929 geboren ist und spät mit dem Schreiben begann, ist gerade das Altern, der körperliche Verfall sogar, ein Anliegen, schreibt Doering. Und dass man die Würde nicht verliert, wenn man weiter auf das Glück hofft.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2000

Elsbeth Pulver begegnet der Autorin in ihrer Rezension mit großer Bewunderung und Respekt. Dass die Figuren in diesen kurzen Geschichten den typischen "Helen-Meier-Sound" haben, erklärt sie damit, dass Meier, ähnlich wie Robert Walser, immer an dem gleichen "Ich-Buch" arbeitet. Akzeptiert man dies, wird man laut Pulver, fürstlich belohnt. Das Tempo sei schneller geworden und so werde man noch heftiger in den "Sprachstrom" der Figuren hineingerissen. Die Geschichten konzentrierten sich noch "entschiedener auf die Situation" als frühere Erzählungen. Und auch die Art, wie Meier ihre "Kardinalthemen", Tod und Liebe, "aneinander geschmiedet" hat, lobt die Rezensentin. Meier beschreibe Todesfurcht, wie sie nur das Alter kennt: Nicht als Angst vor dem eigenen Tod, sondern als "Angst vor dem Verlust geliebter Menschen".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren