Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heinz Ludwig Arnold

Meine Gespräche mit Schriftstellern 1970-1974

1 MP3-CD

Cover: Meine Gespräche mit Schriftstellern 1970-1974

Quartino Verlag, München 2011
ISBN-10 386750086X
ISBN-13 9783867500869
CD, 29,95 EUR

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Klappentext

1 MP3-CD mit 19 Stunden Laufzeit. Seit den sechziger Jahren begleitet Heinz Ludwig Arnold den Literaturbetrieb mit Kritiken, Essays, Porträts und vor allem Interviews. Ein inquisitorischer Duktus ist ihm fremd, die vom ihm befragten Autoren empfanden ihn als Freund und Partner. Die vorliegende Edition präsentiert alle Gespräche auf drei MP3-CDs. Das gesamte Konvolut umfasst ca. 64 Stunden! Die Gespräche werden unbearbeitet publiziert, man hört Türen gehen, Wein wird entkorkt, Pfeifen entzündet, man erlebt Versprecher und überraschende Unterbrechungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2011

Mit Nachdruck empfiehlt Rezensentin Beate Tröger die nun auf CD erschienenen, von Heinz Ludwig Arnold geführten "Gespräche mit Schriftstellern" aus den Jahren 1970 - 1999. Die Interviews, die der kürzlich verstorbene Literaturwissenschaftler Arnold mit den namhaftesten Autoren der Nachkriegszeit führte, erscheinen ihr nicht nur als wertvolle Literatur- und Mentalitätsgeschichte, Tröger lernt dank Arnolds einfühlsamer, kenntnisreicher und manchmal vorsichtig provozierender Fragetechnik auch die Autoren hinter ihrem Werk kennen. Ob in dem nur elfminütigen Interview mit Christa Wolf oder in stundenlangen, weinseligen Gesprächen etwa mit Friedrich Dürrenmatt, die nicht selten auf eine Freundschaft hinausliefen, bewundert die Kritikerin immer wieder Arnolds Offenheit und Begeisterung, die seinen Gesprächspartnern persönliche sowie politische Bekenntnisse entlocken. Und dank "charmanter" familiärer Hintergrundgeräusche - etwa im Hause Grass oder Kempowski - fühlt sich die Rezensentin, als sei sie selbst dabei gewesen.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.10.2011

Für Rezensent Roman Bucheli sind Heinz Ludwig Arnolds nun auf insgesamt drei CDs (1970-1974, 1974-1977, 1977-1999)erschienene "Gespräche mit Schriftstellern" ein "intellektueller Genuss", den er jedem Hörer dringend empfehlen kann. Ob vierstündige Gespräche mit Hans Magnus Enzensberger oder das nur elfminütige Interview mit Christa Wolf - Arnold überzeuge immer mit seiner herausragenden Gesprächskultur, er bleibe stets freundschaftlich, aber unerbittlich in der Sache. Darüber hinaus, so Bucheli, bieten die ungeschnittenen 64 Stunden nicht nur private Einblicke in das Leben der Schriftsteller, sondern zeichnen auch historische Entwicklungen aus dreißig Jahren nach. Für den Kritiker ist das ein "enormer Gewinn".

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2011

Wie hört sich das an, wenn jemand die Pfeife anzündet oder wenn ein Düsenjäger vorbeirauscht, oder wenn Dürrenmatt einen alten Bordeaux entkorkt? Steffen Martus empfiehlt uns diese auf insgesamt drei CDs und 64 Stunden angelegte pralle Literaturgeschichte, roh und ungeschnitten, Autohupen und Vogelgezwitscher inklusive. Neben den blechernen Stimmen alter Aufnahmen haben es ihm vor allem die dokumentierten Gedankenverfertigungen von Autoren, wie Günter Grass, Wolfgang Hildesheimer, Max Frisch oder Franz Xaver Kroetz im Gespräch mit Heinz Ludwig Arnold angetan. Für Martus wird der Habitus des Schriftstellers so mitunter deutlicher als im Text. Natürlich lernt er auch viel Literaturtheoretisches, -geschichtliches, über die Parabel etwa, über das Werden eines Schriftstellers, hört Werkstattberichte und Autorengossip, Intrigen und Debatten. Literatur nach 1945 zum Lauschen, wärmstens empfohlen von Steffen Martus.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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