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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Dramen; Erzählungen, Kleine Prosa, Gedichte, Briefe; Materialien, Anmerkungen, Dokumente, Chronik, Register. Münchner Ausgabe, auf Grundlage der Brandenburger Ausgabe herausgegeben von Roland Reuß und Peter Staengle. Heinrich von Kleist ist einer der größten deutschsprachigen Dramatiker, und als virtuoser Erzähler fängt er mit seiner unverwechselbaren Prosa, aus dem Geiste der Aufklärung, die Grundfragen der menschlichen Existenz ein. Darüber hinaus ist er Autor eines weitverzweigten publizistischen Werks und eines anrührenden Briefwerks. Die gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken wurde erstmals von der historisch-kritischen Brandenburger Ausgabe erschlossen. Auf ihr basiert die Münchner Ausgabe.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe - mehr beim Hanser Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.01.2011
Rezensent Peter Michalzik, der gerade eine Kleist-Biografie geschrieben hat, ist hin und weg: von der 22-bändigen Brandenburger Kleist-Gesamtausgabe (Stroemfeld Verlag) ebenso wie von der 3-bändigen Münchner Kleist-Ausgabe (Hanser Verlag), die beide von Roland Reuß und Peter Staengele veröffentlicht wurden. Erstmals kann man den ganzen Kleist unverfälscht lesen, jubelt der Rezensent! Da ist zunächst mal Kleists Orthografie, die in älteren Ausgaben immer "modernisiert" worden war. In diesen beiden Ausgaben darf man Kleist in seiner Original-Schreibweise lesen, was der Rezensent sehr begrüßt. Sehr gut gefällt ihm auch das "Verschwinden des Editors" in beiden Ausgaben. Reuß und Staengele haben nicht mehr ausgewählt und redigiert, sondern wollen dem Leser einfach den ganzen Kleist zur Verfügung stellen. Deshalb ist der Kommentar der Hanser-Ausgabe auch sehr kurz gehalten und zielt nicht auf "Verständnishilfe", sondern auf den selbständigen Leser, so der Rezensent weiter. Er würde zwar jederzeit der großen Brandenburger Ausgabe den Vorzug geben, aber auch die Hanser-Bände sind "ausnehmend schöne" Bücher, versichert er.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2011
Zunächst erzählt Ingeborg Harms erst einmal die Heldengeschichte der Herausgeber Staengle und Reuß, die mit ihrer gegen den Usus des Historisch-Kritischen gerichteten Kleist-Ausgabe von Außenseitern des Fachs inzwischen zu so etwas wie den Haupt- und Staatsverwaltern des Dichters gereift sind. Bei Stroemfeld haben sie ihr peinlich genaues und vor keiner wagemutigen Interpretation zurückschreckendes Herausgeber-Werk zur Vollendung gebracht. Was nun erscheint, ist eine "kritische Leseausgabe", die wohl die seit Jahrzehnten maßgebliche Sembdner-Edition ersetzen soll. Die editorischen Angaben sind, so die Rezensentin, dafür aufs Nötige verknappt. Einzuwenden hat sie, in ihrem Artikel vor allem mit anderen Kleist-Dingen befasst, dagegen jedenfalls nichts.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.08.2010
Kleist-Jahr, ahoi! Für Jens Bisky beginnt das Jubiläumsjahr mit einem Geschenk. Die hier annoncierte Münchner Ausgabe der Werke und Briefe Heinrich von Kleists hält er für das neue Ultimum für den Studenten wie für den dilettierenden, aber interessierten Leser. Dass die drei Bände nicht nur der Hand, sondern auch dem Kopf schmeicheln, macht Bisky in einem Vergleich mit der überholten Sembdner-Ausgabe deutlich. Besonders hebt er dabei die Verzichtsorgie der beiden Herausgeber und Radikaltextkritiker Roland Preuß und Peter Staengle hervor. Und siehe da: Auf die Modernisierung oder Vereinheitlichung in Drucken oder Handschriften kann der Rezensent gut verzichten. Die großzügig aufgenommenen Zeugnisse zu Leben und Werk und der Materialband machen den Rezensenten dagegen schon durch ihre Fülle glücklich. Ein bisschen noch am nicht immer allerbestens dem Textverständnis dienenden Kommentar gefeilt, findet Bisky, dann steht einem zeitgemäßen Kleist-Verständnis nichts mehr im Weg.
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