Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heinrich von Kleist

Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe - Münchener Ausgabe

3 Bände

Cover: Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe - Münchener Ausgabe

Carl Hanser Verlag, München 2010
ISBN-10 3446236007
ISBN-13 9783446236004
Gebunden, 2730 Seiten, 128,00 EUR

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Klappentext

Dramen; Erzählungen, Kleine Prosa, Gedichte, Briefe; Materialien, Anmerkungen, Dokumente, Chronik, Register. Münchner Ausgabe, auf Grundlage der Brandenburger Ausgabe herausgegeben von Roland Reuß und Peter Staengle. Heinrich von Kleist ist einer der größten deutschsprachigen Dramatiker, und als virtuoser Erzähler fängt er mit seiner unverwechselbaren Prosa, aus dem Geiste der Aufklärung, die Grundfragen der menschlichen Existenz ein. Darüber hinaus ist er Autor eines weitverzweigten publizistischen Werks und eines anrührenden Briefwerks. Die gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken wurde erstmals von der historisch-kritischen Brandenburger Ausgabe erschlossen. Auf ihr basiert die Münchner Ausgabe.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe - mehr beim Hanser Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.01.2011

Rezensent Peter Michalzik, der gerade eine Kleist-Biografie geschrieben hat, ist hin und weg: von der 22-bändigen Brandenburger Kleist-Gesamtausgabe (Stroemfeld Verlag) ebenso wie von der 3-bändigen Münchner Kleist-Ausgabe (Hanser Verlag), die beide von Roland Reuß und Peter Staengele veröffentlicht wurden. Erstmals kann man den ganzen Kleist unverfälscht lesen, jubelt der Rezensent! Da ist zunächst mal Kleists Orthografie, die in älteren Ausgaben immer "modernisiert" worden war. In diesen beiden Ausgaben darf man Kleist in seiner Original-Schreibweise lesen, was der Rezensent sehr begrüßt. Sehr gut gefällt ihm auch das "Verschwinden des Editors" in beiden Ausgaben. Reuß und Staengele haben nicht mehr ausgewählt und redigiert, sondern wollen dem Leser einfach den ganzen Kleist zur Verfügung stellen. Deshalb ist der Kommentar der Hanser-Ausgabe auch sehr kurz gehalten und zielt nicht auf "Verständnishilfe", sondern auf den selbständigen Leser, so der Rezensent weiter. Er würde zwar jederzeit der großen Brandenburger Ausgabe den Vorzug geben, aber auch die Hanser-Bände sind "ausnehmend schöne" Bücher, versichert er.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2011

Zunächst erzählt Ingeborg Harms erst einmal die Heldengeschichte der Herausgeber Staengle und Reuß, die mit ihrer gegen den Usus des Historisch-Kritischen gerichteten Kleist-Ausgabe von Außenseitern des Fachs inzwischen zu so etwas wie den Haupt- und Staatsverwaltern des Dichters gereift sind. Bei Stroemfeld haben sie ihr peinlich genaues und vor keiner wagemutigen Interpretation zurückschreckendes Herausgeber-Werk zur Vollendung gebracht. Was nun erscheint, ist eine "kritische Leseausgabe", die wohl die seit Jahrzehnten maßgebliche Sembdner-Edition ersetzen soll. Die editorischen Angaben sind, so die Rezensentin, dafür aufs Nötige verknappt. Einzuwenden hat sie, in ihrem Artikel vor allem mit anderen Kleist-Dingen befasst, dagegen jedenfalls nichts.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.08.2010

Kleist-Jahr, ahoi! Für Jens Bisky beginnt das Jubiläumsjahr mit einem Geschenk. Die hier annoncierte Münchner Ausgabe der Werke und Briefe Heinrich von Kleists hält er für das neue Ultimum für den Studenten wie für den dilettierenden, aber interessierten Leser. Dass die drei Bände nicht nur der Hand, sondern auch dem Kopf schmeicheln, macht Bisky in einem Vergleich mit der überholten Sembdner-Ausgabe deutlich. Besonders hebt er dabei die Verzichtsorgie der beiden Herausgeber und Radikaltextkritiker Roland Preuß und Peter Staengle hervor. Und siehe da: Auf die Modernisierung oder Vereinheitlichung in Drucken oder Handschriften kann der Rezensent gut verzichten. Die großzügig aufgenommenen Zeugnisse zu Leben und Werk und der Materialband machen den Rezensenten dagegen schon durch ihre Fülle glücklich. Ein bisschen noch am nicht immer allerbestens dem Textverständnis dienenden Kommentar gefeilt, findet Bisky, dann steht einem zeitgemäßen Kleist-Verständnis nichts mehr im Weg.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren