Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Als Gründungsdirektor des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt und des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe zählt Heinrich Klotz zu den bekanntesten und herausragenden Persönlichkeiten der bundesrepublikanischen Kulturwelt. Doch es war ein beschwerlicher Weg, der von der Herausbildung seiner Ideale und Ideen - als Professor für Kunstgeschichte an der Marburger Universität, in direkten Kontakt mit Architekten und Theoretikern in Amerika - zur Umsetzung in die Realität führte. Das Heraustreten des Theoretikers aus den vertrauten und bequemen Denkstuben, die Schwierigkeiten der Auseinandersetzung mit unendlichen Instanzen und staatlicher Bürokratie, die Gegnerschaft, aber auch Unterstützung, die nach unzähligen Überzeugungsversuchen schließlich doch die Realisierung seiner Projekte ermöglichte, dies alles schildert Heinrich Klotz in seinen Erinnerungen und gibt damit sehr persönliche, aber ebenso exemplarische Einsichten in die Entwicklung deutscher Nachkriegskultur. Persönliche Begegnungen mit den Großen der Kultur und Politik: Lothar Späth und Hilmar Hoffmann, Hans Belting und Peter Sloterdijk, Georg Baselitz und Markus Lüpertz, Richard Meier, O. M. Ungers und vielen anderen mehr.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.06.2000
Der vor einem Jahr verstorbene Kunsthistoriker und Gründer u.a. des deutschen Architekturmuseums in Frankfurt hat hier seine unvollendet gebliebenen Memoiren vorgelegt, in denen "zahlreiche Künstlerportraits" zu den anregendsten Seiten gehören, meint Michael Then. Ermüdet hat das Buch des "Pluralisten" den Rezensenten dort, wo der Autor sich allzu ausführlich bemüht, "ein letztes Mal schreibend seinen Kritikern entgegenzutreten". Then zitiert viele Sätze des "Generalisten", der sich immer wieder mit dem Vorwurf auseinanderzusetzen hatte, er wahre keine Kontinuität und wechsele gleich zum nächsten Projekt, sobald etwas realisiert war. Klotz` Alibi: "Ich war immer ein Mediator und trug auf beiden Schultern. Das entweder-oder fiel mir schwer." Gegen solche Rechtfertigungspassagen stehen jedoch höchst spannende Geschichten der Zeitzeugenschaft, so beispielsweise die von der bedeutenden Entwicklung des Beginns der Postmoderne in der Architektur, befindet Then.
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