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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heinrich Hannover

Die Republik vor Gericht 1975-1995

Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts

Cover: Die Republik vor Gericht 1975-1995

Aufbau Verlag, Berlin 1999
ISBN-10 3351024819
ISBN-13 9783351024819
gebunden, 496 Seiten, 25,51 EUR

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Klappentext

Wann immer die radikalen Kritiker der Bundesrepublik vor Gericht kamen, stand ihnen Heinrich Hannover als Anwalt zur Seite. Die Bundesrepublik hatte mit den Terroristen der ersten und zweiten Generation längst ihre Schuldigen benannt, aber Heinrich Hannover liefert uns anhand seiner spannendsten Fälle eine andere Sicht der Dinge und zeigt uns, daß sich auch in späteren Jahrzehnten der Staat stets gegen seine Kritiker zur Wehr setzte und daß in seinem Justizapparat oft noch die "furchtbaren Juristen" des Nationalsozialismus das Sagen hatten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2000

Der Staatsrechtler Ulrich K. Preuss hat in einer äußerst sachkundigen und anschaulichen Kritik die beiden Erinnerungsbände des Strafverteidigers Heinrich Hannover besprochen. Sie gäben einen guten Überblick über die vier unterschiedlichen Arten von politischen Strafprozessen in der Bundesrepublik: die Kommunistenprozesse in den fünfziger und sechziger Jahren, dann Mitte der sechziger Jahre die Prozesse gegen die Schüler- und Studentenbewegung, in den siebziger Jahren die Terroristenprozesse und schließlich die justizielle Bewältigung des Regimeunrechts der DDR. Das lese sich wie "eine autobiographische Fortsetzung für die Bonner Republik" - Heinrich Hannover, "ein Strafverteidiger von dezidiert bürgerlicher Herkunft" immer mittendrin. Obwohl Hannover über "heute geradezu abenteuerlich anmutende juristische Konstruktionen von strafrechtlicher Schuld" noch immer empört ist, erliegt er nicht der Versuchung, seine Gegner nachträglich moralisch zu besiegen, befindet Preuss. Schließlich lobt er noch die "klare, schnörkellose" Sprache: Man könne die Bücher auch "wie eine Serie aufregender Kriminalgeschichten lesen".

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.10.1999

Den zweiten Band der Erinnerungen des Rechtsanwalts Heinrich Hannover lässt "die Zeit" von Uwe Wesel besprechen. Wesel, ebenfalls Jurist linker Provenienz, hält eine ganze Menge von Hannovers Aufzeichnungen: "Es ist eine der wichtigsten Beiträge zur Rechtsgeschichte der Bundesrepublik." Hannover, ein ebenso so sensibler wie seriöser Anwalt, so Wesel, habe nach vier Jahrzehnten vor Gericht viel zu erzählen: Von Terroristenprozessen, dem Versuch, Carl von Ossietzky zu rehabilitieren, von der Verteidigung der früheren DDR-Machthaber. Und er tue dies "in einer schönen und verständlichen Sprache", schreibt Wesel: "Ein Klassiker über die politische Jusitz der Bundesrepublik".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren