Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heinrich Deserno (Hrsg.)

Das Jahrhundert der Traumdeutung

Perspektiven psychoanalytischer Traumforschung

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1999
ISBN-10 3608941851
ISBN-13 9783608941852
gebunden, 475 Seiten, 34,77 EUR

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Klappentext

Während andere Disziplinen wachen oder schlafen, wird in der Psychoanalyse nach wie vor geträumt und gedeutet. Vorliegender Band gibt einen Überblick über die psychoanalytische Traumforschung von Freud bis heute als einen lebendigen, sich weiterentwickelnden Bereich psychoanalytischer Grundlagenforschung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999

Martin Stingelin bespricht das Buch zusammen mit "Traum und Traumdeutung" von Wolfgang Mertens und dem Reprint der Erstauflage der Freudschen "Traumdeutung", die vor genau hundert Jahren erschien.
1) Heinrich Deserno (Hrsg.): "Das Jahrhundert der Traumdeutung"
Die hier versammelten Essay zeigen nach Stingelin die Akzentverschiebungen auf, die die Traumforschung seit Freuds Urwerk bis heute erfahren habe. Zwei Essays böten "überraschende Bestätigungen" der Freudschen Thesen durch die neueste Hirnforschung.
2) Wolfgang Mertens: "Traum und Traumdeutung" (C.H. Beck Verlag)
Zu diesem Buch lässt Stingelin nur die Bemerkung fallen, dass es sich um "einen nützlichen Überblick" über Freuds Traumdeutung und ihre Wirkung in späterer Zeit handele.
3) Sigmund Freud: "Die Traumdeutung" (S. Fischer Verlag)
Besonders interessant findet Stingelin diese Wiederauflage, weil sie den von Freud in den späteren Auflagen so häufig überarbeiteten Text in ursprünglicher Form bietet. Dieser Gründungsakt einer Wissenschaft erscheine dadurch in wesentlich deutlicheren Konturen. Allerdings würde sich Stingelin mehr noch eine "textgenetische Edition" wünschen, die zugleich die gestrichenen wie die neu hinzugefügten Passagen der verschiedenen Auflagen enthält.

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