Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heiner Geißler

Wo ist Gott?

Gespräche mit der nächsten Generation

Cover: Wo ist Gott?

Rowohlt Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3871344109
ISBN-13 9783871344107
Gebunden, 239 Seiten, 15,24 EUR

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Klappentext

Ist der Glaube an Gott irrational und einfach nicht mehr zeitgemäß? Oder gibt es im Gegenteil gute Gründe, die für die Existenz Gottes sprechen? Kann man den Glauben an Gott und das Elend der Welt miteinander vereinbaren? Kann auch ein Leben ohne Gott einen Sinn ergeben? Heiner Geißler macht es sich und seinen jugendlichen Fragern nicht leicht mit einfachen Antworten. Er setzt sich mit atheistischen Positionen genauso auseinander wie mit den neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaften, er verschweigt nicht die Irrungen der Religionen und deren Missbrauch in der Politik - und er gibt einen Bericht über Jesus, der Hoffnung macht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.01.2001

Erhard Eppler spricht dem Politiker Geißler durchaus "pädagogisches Talent" zu in diesem Buch, dass im Gespräch mit der Jugend die Frage nach Gott stellt. Doch kann der Rezensent, wie er selbst zugibt, mit dem größten Teil des Textes wenig anfangen. Ratlos steht er vor den erstaunlichen "physikalischen Kenntnissen", die Geißler über den Urknall, andere kosmologische Theorien und ihr Verhältnis zur biblischen Schöpfungsgeschichte zum Besten gibt. Das Thema insgesamt sei wenig dazu geeignet "Aha-Erlebnisse" auszulösen, so der Rezensent, der das fairer Weise nicht dem Autor anlastet. Doch zwei Kritikpunkte hat er dann doch noch: Zum einen findet er, dass Geißler seine Gesprächspartner nur "kollektiv zu Wort" kommen und dann vor allem als "Stichwortgeber" fungieren lässt. Außerdem kritisiert er die mangelnde "Selbstkritik" es Autors, der zwar gegen verletzende Sprache zu Felde ziehe und mit Jesus die "Feindesliebe" fordere, selbst aber dafür bekannt sei, mit manch schneidender Formulierung seinen politischen Gegnern ans Leder zu gehen.

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